Nachfolger muss Job leben. Mathias Schranz über das Problemkind Marienmarkt.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 27. November 2018 (02:15)

Der Plan der Stadtregierung, mit dem Marienmarkt einen Magneten für Einkäufer zu haben und so die Innenstadt zu beleben, ist bisher nicht aufgegangen. Im Gegenteil: Seit der Eröffnung vor eineinhalb Jahren haben bereits vier Unternehmer den Marienmarkt verlassen, mit dem Restaurant „Edelfisch“, steht ein weiterer Abgang unmittelbar bevor. Zwar lieferte das Restaurant Top-Qualität, unterm Strich war für viele wohl der Preis abschreckend. Keine Hauptspeise unter 15 Euro ist in Wiener Neustadt mutig – bei 15,50 Euro für „Fish & Chips“ hilft auch ein billigerer Mittagsteller nur wenig.

Einen geeigneten Nachfolger für den großen Stand zu finden, wird nicht einfach. Schließlich bräuchte ein funktionierender Marienmarkt neben kleinen Ständen auch Platzhirschen. Falls es wieder ein Gastronom sein sollte, ist neben dem passenden Angebot noch etwas wichtig: Ein Wirt, der seinen Job lebt. Wie das am Marienmarkt geht, zeigt etwa Würstelstand-Besitzer Wolfgang Wilczek.