Das Problem ist das System. Über Fortunas Titelkampf am grünen Tisch.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 24. Februar 2021 (01:13)

Sportlich ist in der Futsal-Bundesliga alles klar: Diamant Linz ist die beste Mannschaft, hat auch im direkten Duell der Titelkandidaten gegen die Fortuna in Wiener Neustadt eindrucksvoll die Muskeln spielen lassen. Dazu kamen auch noch ein paar Fortuna-Stolperer, die in einer 9-Spiele-Saison einfach unverzeihlich sind.

Dass die Entscheidung aber erst über den grünen Tisch wandern musste, zeigt eindeutig, dass das System das Problem ist. Fortunas Einspruch ist absolut legitim, ein Spieler ohne Einsatzberechtigung hat auf einer Ersatzbank nichts verloren. Die Liga hat hier eine Chance versäumt, um Klarheit zu schaffen über die etwas eigenwillige Regel, dass Spieler, die im Winter von einem Futsal-Verein zu einem anderen wechseln, für den aufnehmenden Klub in dieser Spielzeit nicht spielberechtigt sind. Anstelle hier amtswegig tätig zu werden, wird die Verantwortung den Vereinen umgehängt.

Das ist aber keinesfalls ein Futsal-Unikat: In Erinnerung gerufen sei hier der Einsatz von Wiener Neustadt-Profi Alberto Prada Vega bei den Amateuren – am Ende kostete es den „Amas“ den Liga-Verbleib.