Ein bisschen Stolz darf sein. Über den Sport in der Region Wr. Neustadt.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 19. November 2019 (03:08)

Der Neustädter Sport ist besser als sein Ruf. Das liegt nicht nur an Dominic Thiem. Auch, wenn der Lichtenwörther den Titel bei den ATP-Finals verpasste, versetzt er (nicht nur) den Bezirk in eine Tennis-Euphorie. Aber es gibt auch abseits der großen Weltbühne genug Talente aus der Region. So sind bei der Bad Fischauer Sportlerehrung ein mehrfacher Weltmeister im Jetski (Kevin Reiterer), eine Staatsmeisterin in der Leichtathletik (Julia Mayer) und ein ÖM-Bronzemedaillengewinner im Beachvolleyball (Mathias Seiser) vertreten.

Dazu kommt: Bei Futsal, Tischtennis, Handball und Baseball mischt Wiener Neustadt an der nationalen Spitze mit. Auch bei Olympia 2020 wird der Bezirk (mit hoher Wahrscheinlichkeit) nach einer Auszeit 2016 wieder aktiv vertreten sein.

Warum das Bild des Bezirkssports dennoch oft negativ gesehen wird? Einerseits wird vieles vom Fußball überstrahlt: Nicht vergessen, 2015 gab es noch einen Bundesligisten (Wiener Neustadt) und einen Regionalligisten (Sollenau). Andererseits lässt die Vermarktung vielerorts noch Luft nach oben bei vielen Randsportarten noch Luft nach oben. Gerade bei den Vereinen wäre ein noch offensiveres Auftreten in der Öffentlichkeit wünschenswert. Denn auf Angebot und Leistung dürfen die Sportler stolz sein.