Eine Frage der Professionalität. Fritz Hauke über ein Ass im Wiener Neustädter Ärmel.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 14. August 2018 (02:57)

Der Lack der goldenen Bundesliga-Jahre ist abgeblättert – harte Einsparungen haben Spuren in der Personaldecke beim SC Wiener Neustadt hinterlassen. Beispielsweise ist in der Geschäftsstelle vom regen Treiben in der Vergangenheit nicht mehr viel übrig geblieben…

Am Platz hat der SC Wiener Neustadt aber den Profi-Betrieb aufrecht erhalten. Und das bleibt am grünen Rasen eines der größten Trümpfe im 2. Liga-Poker. Wie wichtig dieser sportliche Mehr-Aufwand ist und welchen Unterschied er macht, wurde am vergangenen Sonntag gegen Vorwärts Steyr deutlich. So lange die Amateure aus Oberösterreich Luft hatten, war die Partie ausgeglichen, die Steyrer hatten sogar leichte Vorteile. Als sich dann aber das Mehr-Training der Neustädter in Durchgang zwei bemerkbar machte, wurde der Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften klar. Im Laufe einer Saison ist es brutal schwer so einen großen körperlichen Rückstand aufzuholen – ein Vorteil für Wiener Neustadt.

Zusätzlich zum körperlichen Vorteil kommt der mentale: Während sich die SC-Profis die ganze Woche auf‘s Kicken konzentrieren können, haben manche Gegenspieler die Doppel-Belastung mit einem zusätzlichen Brotberuf zu verdauen.