Letzter Ausweg statt dem Crash. Über Wiener Neustadts Neustart.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 09. Juli 2019 (02:00)

Wiener Neustadt hat seine Retter gefunden. Mit Rainer Spenger und dem ägyptischen Investor Hani Habib hat sich ein neuer Vorstand gefunden, der den angeschlagenen Verein wieder aufrichten soll. Der Fußballfan ist bezüglich ausländischer Investoren im österreichischen Unterhaus ein gebranntes Kind – logisch, dass bei der Freude und Erleichterung über die Rettung des Vereins auch eine gewisse Reserviertheit mitschwingt.

Allerdings ist die Übergabe des Vereins alternativlos – wenn Wiener Neustadt das neue Stadion nicht in den Untiefen des Amateur-Fußballs eröffnen will. Denn wie knapp der SC wirklich vor der totalen Pleite war, bleibt nur zu erahnen…

Spenger und Habib sind Wiener Neustadts beste Chance, wieder auf gesunden Beinen zu landen. Die letzten Wochen wirkten nämlich wie ein freier Fall. Eine Frage stellt sich aber dennoch: Wie haben es Katja Putzenlechner, Thomas Puchegger, Katrin Scherz-Kogelbauer und Ralph Spritzendorfer mit all ihrer Erfahrung im Finanzwesen und bei Unternehmensberatungen geschafft, den Verein so zu führen, dass am Ende ihrer Amtszeit ein Zwangsabstieg, persönliche Strafen der Bundesliga und die Rettung durch einen ägyptischen Investor gemeinsam mit einem engagierten Medienprofi steht?