Mehr Mut zum Risiko. Über die Trainer-Aktie Daniel Kohn und ihre Vorbildfunktion.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 21. Mai 2019 (03:35)

Es war ein Dienstagabend, als „meinfussball“ den Abschied von Trainer Daniel Kohn in Ortmann publik machte. In den Tagen danach stand das Handy des Erfolgscoaches nicht still. Wien, Niederösterreich, Burgenland, Regionalliga bis Gebietsliga – Daniel Kohn hatte fast die ganze Palette an Möglichkeiten im Amateur-Fußball zur Auswahl.

Das hat er sich in den letzten Jahren erarbeitet, drei Meistertitel in vier Jahren. Dazu mit Ortmann in der 2. Landesliga oft budgetär mit Spatzen gegen Kanonen angetreten – und erfolgreich gewesen…

Aber was vor einer Erfolgsgeschichte wie der Kohn-Saga steht, ist ein ebenso wichtiger Prolog: Nämlich ein Funktionär, ein Vorstandsmitglied, ein Vertrauter, der in einem jungen, ambitionierten Trainer eine große Zukunft sieht und ihm das Vertrauen schenkt. Bei Kohn war es damals Gerry Willfurth in Bad Fischau, der eine goldene Hand bewies – und recht behalten sollte.

Deswegen ist die Lehre, die aus der Kohn-Geschichte und all den Vereinen, die bei ihm vorstellig wurden, dass mehr Mut zum Risiko her muss. Natürlich ist nicht jeder Jung-Trainer ein zukünftiger Landesliga-Meistermacher. Aber ohne ein wenig Vertrauen wäre es auch Kohn nicht geworden.