Mehr war nicht drin. über den Trainerwechsel bei den Wiener Neustädter Amateuren.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 03. Dezember 2019 (02:45)

Es hätte überrascht, wenn Markus Halbauer der erste Trainer seit Andreas Wastl geworden wäre, der bei den Wiener Neustädter Amateuren länger als eine Saison im Amt bleibt. Die Liste an Trainern, die der SC bei seiner Zweier-Mannschaft „verbrauchte“ ist lang: Aus unterschiedlichen Gründen trennten sich die Wege von Klaus Strobl, Jürgen Burgemeister, Jürgen Riedl, Fuat Özmen, Russell Bradbury, Peter Hlinka und Christoph Stifter immer spätestens nach einem Jahr. Für keinen der genannten Herren war die Ausgangslage „leicht“ – auch wenn zu Bundesliga-Zeiten die Möglichkeiten deutlich besser waren.

Aber Markus Halbauer geriet im Sommer bei den Amateuren in eine Situation, in der er unmöglich erfolgreich sein konnte. Durch den Zwangsabstieg und all seinen Begleiterscheinungen, rutschten die Amateure noch weiter nach hinten auf der Agenda – in der absoluten Not-Sitiuation des Vereins (leider) verständlich. Halbauer ist anzurechnen, dass er den Job trotzdem gemacht hat – das erforderte Mut. Und mit zehn Punkten sind die Amateure noch im Rennen um den Klassenerhalt. Mehr war nicht drin. Halbauer kann den SC mit erhobenem Haupt verlassen – auch, wenn das ein schwacher Trost ist.