Potenzial muss genutzt werden. Über Wiener Neustadts Stadion-Premiere.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 01. Oktober 2019 (03:16)

1.950 Zuschauer – für Wiener Neustadts Verhältnisse und die Zahlen der vergangenen Jahre war die Stadion-Eröffnung vergleichbar mit Woodstock. Gesehen und gesehen werden, „geh ma Stadion schauen“ – die Neugier auf die neue Heimat des SC war groß und hat auch viele Interessierte angelockt, die schon lange nicht mehr bei einem Spiel der Wiener Neustädter waren.

Und das Stadion-Erlebnis am ersten Abend enttäuscht nicht – vor allem, wenn man sich als Vergleich dazu einen Stadionbesuch in der „Ruine“ Giltschwertgasse in Erinnerung ruft. Klar ist auch, dass Wiener Neustadt diesen „Boom“ vielleicht noch drei, vier Partien ausnutzen kann – denn die Anziehungskraft des Unbekannten ist definitiv da, auch für Leute, die sich vielleicht weniger aus Fußball und/oder der Regionalliga Ost machen.

Klar ist auch, dass Wiener Neustadt als Stadt und Region durchaus das Potenzial für einen Zuschauer-Magneten hätte. Dazu müssen aber mehrere Faktoren passen. Die Arena als neue Heimat spielt dabei eine Schlüsselrolle. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Rolle des Kantinenangebots: Da wären die Verantwortlichen gut beraten, vielleicht noch einmal die Köpfe zusammen zu stecken und für die Fans, die nicht im VIP-Bereich sitzen, bessere Möglichkeiten zu schaffen.