Schmerzhaft, aber absehbar. über den Rückzug der Eggendorfer Damen.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 28. Januar 2020 (03:35)

Es muss schon viel schief laufen, wenn sich eine Mannschaft im Winter aus dem Meisterschaftsbetrieb zurückzieht. Und solche sportlichen Schicksale schmerzen immer – wie am jüngsten Beispiel der Eggendorfer Frauenmannschaft aus der 2. Bundesliga. Nur knapp zwei Jahre nachdem die Damen-Nationalmannschaft einen Boom auslöste, sind die Eggendorferinnen nach den Schwarzenbacherinnen die zweite Frauenmannschaft in der Region, bei der der letzte Akkord erklingt…

Das tut weh – überraschend kommt es allerdings leider nicht. Zwei Mal war Eggendorf bereits sportlich aus der zweithöchsten Spielklasse abgestiegen. Zwei Mal rettete ein anderer Vereins-Rückzug bzw. die Liga-Reform den Verein vor dem Gang in die Landesliga. Klar, im Nachhinein ist man immer gescheiter – aber aus der heutigen Sicht wäre der Schritt zurück vielleicht die bessere Option gewesen. Kürzere Auswärtsfahrten, weniger Aufwand – Eggendorf hätte das Potenzial gehabt, sich als gute Adresse im Frauenfußball in der Landesliga zu halten.

Und auch, wenn ein Comeback im Sommer theoretisch möglich ist – wahrscheinlich ist es nicht. Denn für eine Damen-Mannschaft braucht es fast noch mehr Idealismus als im Herren-Fußball. Und der ist nur schwer zu finden.