Sprungbrett für Trainer-Talente. über ein personelles Erbe des SC Wiener Neustadt.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 21. Januar 2020 (03:22)

So ganz hatte es der SC Wiener Neustadt in zehn Jahren als Mitglied der Bundesliga ja nicht geschafft, sich als Talenteschmiede für die Kinder und Jugendlichen aus der Region zu etablieren. Zu nah und zu attraktiv war das Angebot der Mitbewerber aus Mattersburg, der Südstadt, Wien und auch St. Pölten. Die besten Kicker der Region gingen schon früh einen anderen Weg als zum SC…

Im Nachhinein betrachtet hat sich aber Wiener Neustadt als Sprungbrett für seine Nachwuchstrainer herausgestellt. David Goigitzer war Co-Trainer bei Bundesligist Altach, arbeitet jetzt im Red Bull-Nachwuchs. Russell Bradbury trägt den Admira Wacker-Löwen auf der Brust und wird immer wieder als Kandidat für offene Trainerstellen genannt. Auch Robert Weinstabl arbeitete beim SC im Nachwuchs – coacht aktuell mit dem Wiener Sportklub einen Top-Verein in der Regionalliga. Und jetzt Philipp Pürzl – der sich als Co-Trainer von Heimo Pfeifenberger auf internationaler Ebene beweisen kann.

Was Trainer wie Goigitzer, Weinstabl, Bradbury und Pürzl gemeinsam haben? Sie zeigen, dass im Fußball in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden hat – nämlich, dass eine schillernde Karriere als Aktiver keine Muss-Voraussetzung für eine Trainerlaufbahn ist.