Zeit zu gehen. Über die Vorwürfe von Gerhard Fellner gegen Wiener Neustadt.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 07. Mai 2019 (02:05)

Der Himmel voller Geigen – Wiener Neustadt hat die Lizenz für die Bundesliga! Und auch wenn der sportliche Aufstieg kein Thema mehr war, war die Freude bei Präsidentin Katja Putzenlechner riesengroß. Der Stempel der Bundesliga als Zeichen für gute, solide Arbeit im wirtschaftlichen Bereich – noch dazu in erster Instanz …

In dieses Welt- oder besser: Selbstbild passen dann solche Meldungen wie aktuell von Trainer Gerhard Fellner oder einem ehemaligen Physiotherapeuten gar nicht. Unregelmäßigkeiten bei Auszahlungen? Falsche Auskünfte gegenüber der Liga bezüglich Außenstände? Es macht den Eindruck, dass doch nicht alles Gold ist, was da beim SC Wiener Neustadt so schön glänzte …

Sollten sich die Anschuldigungen von Trainer Gerhard Fellner bewahrheiten, hat der Vorstand eine Grenze überschritten und die Zeit für Katja Putzenlechner als Präsidentin wäre abgelaufen. Bei der Schwere der Vorwürfe müsste ein Neustart her – und zwar mit einer neuen Mannschaft an der Vereinsspitze. Putzenlechner wäre unter diesen Umständen nicht mehr als Präsidentin zu halten.

Das Debakel beim Einspruch gegen das Relegations-Ergebnis in der Vorsaison hat ihr das Umfeld mit sehr, sehr viel Bauchweh verziehen – auch aufgrund der Wiener Neustädter Uralt-Rivalität mit St. Pölten. Halten Fellners Vorwürfe und gibt es Konsequenzen von der Bundesliga oder sogar einem Gericht, muss Putzenlechner die Größe, den Anstand haben und das Feld selbst räumen.