Erstellt am 05. Juni 2018, 02:26

von Mathias Schranz

Viel Arbeit für neuen SPÖ-Chef. Mathias Schranz über die Bezirks-SPÖ.

Ein bisserl mehr hätte es schon sein können: Mit 84 Prozent wurde Reinhard Hundsmüller zum neuen Bezirksparteichef der SPÖ gewählt. Kein Beinbruch, allerdings zeigt das Ergebnis auch, dass er in den eigenen Reihen noch Überzeugungsarbeit zu seiner Person leisten muss. Und die muss bis zur nächsten Gemeinderatswahl geleistet sein, will die SPÖ im Bezirk nicht noch mehr Gemeinden verlieren.

Denn die Bilanz von seinem Vorgänger Peter Wittmann im Bezirk ist alles andere als rosig: Mit Pernitz, Wöllersdorf, Bad Erlach oder Lanzenkirchen wurden unter Wittmann einige erzrote Gemeinden von der ÖVP erobert – und die hat sich dort in den letzten Jahren teilweise mit Absoluten einzementiert. Von 35 Gemeinden im Bezirk hält die ÖVP bei 24 Bürgermeistern, dazu kommen zwei Listen-Bürgermeister (die der ÖVP nahe stehen) und nur 9 SPÖ-Bürgermeister. Die Arbeitsvorlage für Reinhard Hundsmüller im Bezirk ist augenscheinlich – und mit (zumindest) einem Auge auf seine Genossen in Wiener Neustadt zu blicken, wäre warscheinlich auch nicht schlecht.