Wahlkampf ohne Getöse. Über den bisherigen Wahlkampf

Von Mathias Schranz. Erstellt am 21. Januar 2020 (04:22)

Würden es die zahlreichen Wahlplakate an den Wiener Neustädter Straßenrändern sowie das (überflüssige) Werbematerial in den Postkästen nicht ankündigen, könnte man glatt darauf vergessen, dass Wahlkampf wäre. Denn dass in wenigen Tagen ein neuer Gemeinderat gewählt wird, bekommen viele Bürger gar nicht mit – was vor allem am äußerst ruhigen Wahlkampf liegt.

So sind etwa Michael Schnedlitz (FPÖ) und Bürgerlisten-Gemeinderat Wolfgang Haberler (Bürgerliste) verhältnismäßig wortkarg und beschränken sich auf persönlichen Wahlkampf in den Stadtvierteln bei den Bürgern. Genauso wie die SPÖ, obwohl den Roten als bisher unauffällige Oppositionspartei ein bisschen Aufmerksamkeit ganz gut getan hätte. Und die Grünen setzten sowieso voll und ganz auf die Klimakrise.

Wer hätte etwa vor ein, zwei Jahren gedacht, dass Aufreger wie Marienmarkt oder Schutzzonen im Wahlkampf keine Rolle spielen würden? Wohl niemand!