Start für Millionen-Projekt "Trinkwasserzukunft". Gemeinden stellen 6 Millionen Euro auf, um Trinkwasser für 13.500 Menschen auf lange Sicht zu sichern. Dafür nötige Bauarbeiten sind bis 2020 geplant.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 28. April 2019 (04:18)
zVg
Die Vertreter der zusammengeschlossenen Gemeinden: Engelbert Pichler (Grimmenstein), Josef Schrammel (Bromberg), Engelbert Ringhofer (Thomasberg), Josef Schrammel (Lichtenegg), Manfred Schuh (Edlitz), Erich Rasner (Wiesmath), Obmann Josef Freiler (Krumbach), Manfred Freiler (Bad Schönau) und Manfred Gruntner (Hollenthon).

Bad Schönau, Bromberg, Edlitz, Grimmenstein, Hollenthon, Krumbach, Lichtenegg, Thomasberg und Wiesmath – neun Gemeinden mit 13.500 Einwohnern haben sich, wie berichtet, zu einem Verband zur Trinkwassersicherung zusammengeschlossen. Im Jahr kommen die neun Gemeinden auf einen Gesamtwasserbedarf von etwa 1,3 Millionen Kubikmeter.

Laut Obmann Josef Freiler (ÖVP-Bürgermeister aus Krumbach) sei derzeit zwar der Wasserbedarf im Normalbetrieb gegeben, in einigen Gemeinden sei aber bereits aufgefallen, dass es vor allem in langen Trockenperioden zu Schwierigkeiten kommen kann.

„In einer extremen Trockenperiode sind in fast allen Gemeinden Engpässe zu befürchten“, heißt es. Daher sei eine neue Versorgungsschiene notwendig.

Wassermenge wird drucklos zur Verfügung gestellt

Das Trinkwasser soll aus den Anlagen des Wasserleitungsverbandes Unteres Pitten- und Schwarzatal bereitgestellt werden, der aus seinem Netz an zwei Anschlusspunkten Trinkwasser zur Verfügung stellt. Die Trinkwassersicherung Bucklige Welt errichtet dazu Anschlussleitungen zwischen den Anschlusspunkten und dem Übergabepunkt, der Drucksteigerungsanlage in Petersbaumgarten. An diesem Punkt stellt der WV Pitten die vereinbarte Wassermenge drucklos zur Verfügung.

Der „Felixbrunnen“ in Gleißenfeld wird zur Sicherung der notwendigen Menge (30 Liter pro Sekunde) zu 50 Prozent vom neuen Verband gekauft werden. „Zur Realisierung des Projektes sind Leitungen sowie Hochbehälter, Drucksteigerungen und Druckreduzierungen zu errichten“, erklärt der Verband in einer Information. Für die Umsetzung ist geplant, von Petersbaumgarten kommend über eine doppelt ausgeführte Pumpdruckleitung mit Hilfe von hintereinander geschalteten, hydrostatisch entkoppelten Drucksteigerungsanlagen Wasser bis zu einem neuen Hochbehälter Kaltenberg zu fördern.

Dazu soll auf gleicher Höhe im Bereich Ebenhof ein zweiter Behälter errichtet werden, der mit jenem in Kaltenberg über eine Druckleitung kommuniziert.

Insgesamt sind 67.649 Meter Leitungen geplant und 20 Einspeisestellen in bestehende Anlagen. Der Spatenstich erfolgt am 11. Mai am Weißen Kreuz. Die Arbeiten sollen bis 2020 dauern.