Ein „Altwiener Café“ für die Kasematten Wr. Neustadt. Andrea Tamchina wird das Lokal bei der „Neuen Galerie“ führen – für sie erfüllt sich ein langjähriger Traum.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 06. Februar 2019 (04:03)
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So sieht es aktuell auf der Kasematten-Baustelle aus: Die „Neue Galerie“ zeichnet sich ab. Im Hintergrund ist das neue Hilton-Hotel zu sehen.

Seit knapp drei Jahrzehnten ist Andrea Tamchina in der Gastronomie-Branche tätig, sie führt u.a. seit sieben Jahren das „Bistro Laborie“ im Technologie- und Forschungszentrum nahe Fachhochschule und MedAustron und bietet Catering für Veranstaltungen an.

In wenigen Wochen wird sich für Tamchina nun ein Traum erfüllen, wie sie im Gespräch mit der NÖN sagt: „Das Tscherte“, das neue Lokal bei den Kasematten. „Ich habe schon verschiedene Bereiche ausprobiert: Kaffeehaus, Konditorei, Restaurant – jetzt geht für mich ein langjähriger Wunsch in Erfüllung, das ist das, was ich immer machen wollte.“

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Das Architekten-Modell sieht einen leichten Abgang vor, über den man zur Terrasse vor dem Lokal „Das Tscherte“ gelangt.

Und zwar: Ein Altwiener Kaffeehaus. „Es wird Kaffee-Spezialitäten geben, mehrere Frühstücksangebote, auch einen Mittagsteller und im Sommer natürlich Eis. Wir möchten nicht nur die Besucher, die zur Landesausstellung kommen, begeistern, sondern auch für die Neustädter ein buntes Angebot bieten.“

Das Konzept in den Kasematten habe sie sofort überzeugt, sagt Tamchina: „Der moderne Teil mit dem alten Gebäude, diese Kombination hat mich sehr begeistert. Wenn ich nicht das Gefühl hätte, dort etwas Tolles daraus machen zu können, würde ich es auch nicht machen.“

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Andrea Tamchina im „Bistro Laborie“, das sie seit sieben Jahren im Technologie- und Forschungszentrum betreibt.

Das Lokal wird während der NÖ Landesausstellung aus Sicherheitsgründen nicht von der „Neuen Galerie“, sondern nur vom Stadtpark aus zu begehen sein – und ist damit auch ohne Ticket für die Ausstellung zu besuchen. Vorerst ist der Vertrag auf die Dauer der Landesausstellung befristet, „mit der Hoffnung, dass das eine langfristige Geschichte wird“, so Tamchina.

Während der Landesausstellung wird Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein. „Ich hoffe, dass das Interesse so groß ist, dass wir auch danach sieben Tage die Woche offen haben“, sagt Tamchina.

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Wichtig ist ihr ein Fokus auf regionale Produkte: „Als Leobersdorferin möchte ich das Triestingtal nach Wiener Neustadt holen, der Wein wird daher aus Leobersdorf sein – das Bier aber vom Schwarzbräu in Krumbach.“

Auf der Speisekarte sollen sich prominente Namen aus der Historie in den Namen der Gerichten wiederfinden, um einen Bezug zur Landesausstellung herzustellen. Zu diesem Zweck paukt Andrea Tamchina gerade die Geschichte der Stadt: „Nachdem ich keine Neustädterin bin, lese ich gerade das Franzl-Buch.“