Probleme mit Post: Vier Kilo Werbung. Ehepaar mietete Urlaubspostfach für Post – Zustellungen wurden trotzdem an die normale Hausadresse getätigt.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 23. Januar 2018 (05:48)
Victoria Schmidt
Gerold Babuschik ärgerte sich über den überquellenden Briefkasten.

Vier Kilo Werbung und 38 persönlich adressierte Briefe sammelten sich bei Familie Babuschik in Föhrenau über die Weihnachtsfeiertage – Sendungen, die eigentlich in das Urlaubspostfach beim Postpartner Bad Erlach geliefert werden hätten sollen. Vor ihrem vierzehn-tägigen Urlaub hatte das Ehepaar dieses dort um 19,90 Euro per Formular gemietet.

Damit sollte vermieden werden, dass Außenstehende ihre Abwesenheit durch einen überquellenden Briefkasen bemerken. Als sie aus dem Urlaub zurückkamen, war das Postfach leer, das an der Heimadresse vollgestopft.

"Der Service wurde nicht erfüllt"

Die Familie wollte daraufhin das Geld zurück. Die Antwort, die sie dann erhielt: „Vielen Dank für Ihre Anfrage! Wir bemühen uns, diese schnellstmöglich für Sie zu bearbeiten.“ Gerold Babuschik betont, es gehe ihm nicht so sehr um den Geldbetrag, sondern darum, dass hier ein Service nicht erfüllt worden ist.

Auch Post-Partner Dieter Besta kann sich nicht erklären, wieso die Post nicht nach Erlach kam. Die zuständigen Mitarbeiter haben alles ordnungsgemäß weitergeleitet. Die Zusteller würden aber nicht ihm, sondern der Post-Zustellbasis (in diesem Fall in Wiener Neustadt) unterliegen. Anträge, Anfragen und Beschwerden könne er als Postpartner daher lediglich weiterleiten. Seitens der Post zeigte man sich auf Anfrage der NÖN bemüht, der Sache umgehend auf den Grund zu gehen und zusammen mit der Zustellbasis die Fehlerquelle zu finden.

Zu Redaktionsschluss war noch nichts Genaueres bekannt – es wurde aber versichert: „Wenn der Fehler bei der Post liegt, wird der Betrag selbstverständlich rückerstattet.“