Feuerwerke im Ort erhitzen die Gemüter. Feuerwerke bei Hochzeiten und Vereinsfesten werden immer beliebter – in Lanzenkirchen ist das Auslöser für hitzige Debatte.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 21. August 2018 (05:43)
APA (Symbolbild)
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Feuerwerke sind in Lanzenkirchen nichts Ungewöhnliches – ein Umstand, der die Bürger aber immer öfter stört. Der Tenor: „Es ist einfach zu viel.“ Auch die Gemeinde bestätigt, schon etliche Anfragen aus der Bevölkerung dazu gehabt zu haben.

Quelle einiger Feuerwerke ist das Grand Hotel in Frohsdorf. In der heurigen Saison werden dort 49 Hochzeiten abgewickelt – 20 davon mit einem Feuerwerk. Grand Hotel-Chef Dieter Besta: „Das ist nicht einmal jede zweite Hochzeit, aber wir versuchen natürlich, das nicht überzubeanspruchen.“ Nichtsdestotrotz habe sich das Hotel auf das Hochzeitsgeschäft spezialisiert und müsse daher auch ein gewisses Angebot liefern, um beständig zu sein. Das komme letztlich auch der Tourismusregion wieder zu Gute.

"Wenn wir Feuerwerke haben, dann dauern sie nicht länger als zwei bis drei Minuten"

In Bezug auf die Feuerwerke betont Besta aber, dass ausschließlich die nicht meldepflichtigen Feuerwerke des Types F2 im Grand Hotel zum Einsatz kommen. „Im Sinne der Transparenz haben wir aber Bürgermeister, BH und Polizei über unsere Feuerwerke informiert – obwohl wir das nicht machen mussten“, so Besta zur NÖN. Die Polizei sei daraufhin auch anwesend gewesen, um alles zu prüfen. Besta ist es auch wichtig zu erwähnen: „Wenn wir Feuerwerke haben, dann dauern sie nicht länger als zwei bis drei Minuten und sie finden vor 22 Uhr statt.“ Viele Feuerwerke, die es in Lanzenkirchen nach 22 Uhr und auch unter der Woche gibt, seien aber nicht dem Grand Hotel zuzuordnen, so Besta.

Am vergangenen Wochenende gab es zusätzlich zum Hochzeitsfeuerwerk aus dem Grand Hotel auch jenes der FF Haderswörth, die ihr Fest traditionell mit einem großen (von der BH genehmigten) Feuerwerk begeht, aber auch unter der Woche haben Bürger ein Feuerwerk bemerkt, dessen Ursprung unklar ist. Angesichts der Diskussionen wurde in der Vorwoche auch das Thema „Waldbrandverordnung“ ein Aspekt der Debatte. Laut Amtsleiter Bernhard Jeitler-Haindl ist die Bezirkshauptmannschaft für Sondergenehmigungnen zuständig. Die Gemeinde kann solche erteilen, aber nur mit Bedingungen – die die BH ins Spiel bringen. Wenn Privatpersonen ein Feuerwerk abschießen, ist das grundsätzlich zwar verboten, könne aber nur von der Polizei unterbunden werden, so Jeitler-Haindl.