Katzen vergiftet: Rattengift vermutet. Haustierbesitzer klagen über großes Leid bei ihren Lieblingen. Tierärztin versteht die Grausamkeit nicht.

Von Bernadette Samm. Erstellt am 23. Mai 2018 (08:43)
Pia Radax mit ihren Kindern Leon, Constantin und Amy und den Kätzchen Elsa, Menny und Buffy. Samm
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Den beiden Katzen von Pia Radax, die sich normalerweise im Garten der Familie oder in der daran anliegenden Leitha-Au im Bereich zwischen Lagerhaus und Billa aufhalten, ging es am vergangenen Wochenende nicht gut.

Die trächtige „Bella“ krampfte mehrmals und bekam von Tierärztin Susanne Pachler eine Infusion, woraufhin es ihr besser ging. Am Abend fing die Katze jedoch wieder an zu krampfen. Tierärztin Susanne Pachler versuchte alles, um „Bella“ zu retten – allerdings vergeblich. Die Jungen wurden per Not-Kaiserschnitt geholt und werden derzeit von Pia Radax mit der Flasche aufgezogen. Ihren anderen Kater Pikachu fand sie reglos auf.

Die Katzenkinder werden von Besitzerin Pia und Tochter Amy Radax mit der Flasche aufgezogen.
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Die Familie und die Tierärztin kämpfen noch um sein Überleben. Pachler erklärte: „Die Katzen hatten Blutungen in der Mundhöhle und gelb verfärbte Augen und Schleimhäute. Das deutet auf einen Leberschaden hin, wie er normalerweise vom Rattengift Kumarin verursacht wird.“

Der Fall sei momentan glücklicherweise der einzige, der ihr bekannt ist, von Kollegen aus Schwarzau habe sie allerdings ähnliche Geschichten gehört. Besonders schlimm finden sowohl Radax als auch Pachler, dass jemand in der Au, wo auch so viele Kinder unterwegs sind, Gift streut. Auch Manuela Grabner vermutet, dass ihre Katzen vielleicht davon betroffen waren: „Wir hatten fünf bis sechs Katzen und plötzlich war eine nach der anderen weg.“ Ob das Gift wirklich mutmaßlich gegen die Katzen eingesetzt wurde oder einem anderen Zweck hätte dienen sollen, ist derzeit nicht bekannt.