Lichtenwörth

Erstellt am 18. Januar 2017, 02:13

von Kristina Veraszto

Flächenwidmungsplans: Keine Ställe im Ort?. Mit den Änderungen des Flächenwidmungsplans werden Anpassungen der bestehenden Ställe im Ort nicht mehr möglich sein.

Harald Richter  |  NOEN

Mit Montag ist die Einspruchsfrist gegen die Änderung des Flächenwidmungsplanes, die SPÖ-Bürgermeister Harald Richter anstrebt, abgelaufen. Mit den geplanten Durchführungen der Umwidmungen im Ortskern von „Bauland-Agrargebiet“, auf „Bauland-Kern- beziehungsweise Wohngebiet“ ist eines definitiv fix: Neuansiedelungen von Schweinemastbetrieben kann es in Zukunft im Ortskern nicht mehr geben. Herwig Haiderer von der Abteilung für Bau- und Raumordnungsrecht des Landes NÖ gab bekannt, dass Ende des Monats Sachverständige die Lage im Ort begutachten werden.

Umbau im Kerngebiet nicht mehr möglich

Gerald Kienastberger, der Leiter der Abteilung, erklärte im NÖN-Gespräch, dass die Änderungen im Flächenwidmungsplan bei den bestehenden Betrieben praktisch gesehen keine Auswirkungen haben, denn eine Erweiterung im Ortskern sei ohnehin nicht möglich. „Mit der Umwidmung ändert sich die bauliche Ausnutzbarkeit. Da diese in dem Bereich bereits ausgelastet ist und auch die Geruchsemission das Limit erreicht hat, haben die Änderungen keine Auswirkungen“, so Kienastberger. D

ie Zukunft von beispielsweise Junglandwirten ist mit der Änderung aber gefährdet. „Anpassungen der Ställe werden im Bauland-Kerngebiet nicht mehr möglich sein. Umbau oder Adaptierungen benötigen nun mal eine Baubewilligung, die wird es nicht mehr geben“, so Kienastberger. Die einzige Chance, die junge Landwirte zukünftig haben werden, ist die Aussiedlung aus dem Ortskern, die aber nur mit Zustimmung der Gemeinde, möglich sein wird.