Front gegen Ortschef Richter. „Fair Play“ wird in Lichtenwörth großgeschrieben. Jedoch gibt es zu diesem Thema schon einige Unstimmigkeiten.

Von Theresia Draxler. Erstellt am 28. November 2014 (06:42)
Lichtenwörths SPÖ-Bürgermeister Harald Richter.
NOEN, Franz Baldauf
Wie kürzlich bekannt wurde, gab es einen Termin aller Fraktionen und politischen Mitstreiter für die bevorstehende Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015.

Vierparteiengespräche über Spielregeln und fairen Umgang

LPL, ÖVP, SPL und FPÖ haben sich getroffen, um alle Spielregeln, das Verhalten und speziell den fairen Umgang untereinander für den kommenden Wahlkampf zu besprechen. Lediglich zwei fehlten, nämlich UFO-Obmann Adolf Matersdorfer und SPÖ-Bürgermeister Harald Richter.

LPL-Chef Harry Müllner war mit Richard Bayer persönlich bei Richter und habe ihn zum ausgemachten Termin eingeladen. Daraufhin habe Richter laut LPL-Chef Müllner gemeint, dass seitens der SPÖ alles klar für den Wahlkampf sei und er nichts mehr zu besprechen brauche.

Einen fairen Umgang während des Wahlkampfes wünsche sich auch die Soziale Plattform unter Obmann Wolfgang Paar, der am Treffen teilgenommen hat.

Richter zeigt sich uninformiert: „Trauriges Zeichen“

SPÖ-Bürgermeister Richter hingegen meinte, dass er nichts von dieser Einladung und von diesem Termin gewusst habe und er lieber für die Interessen der Marktgemeinde weiter arbeite.

„Es ist ein politisch trauriges Zeichen, wenn man sich vor dem Wahlkampf schon ausmachen müsse, wer den neuen Bürgermeister für die kommende Periode stelle und sich keine kreativen Gedanken über die Marktgemeinde zu machen“, so Richter.

„Ich werde stets für die Gemeindeinteressen weiter arbeiten, und dafür investiere ich auch meine Zeit. Erst wenn das Reh erlegt ist, kann man das Fell abziehen“, ergänzte der SPÖ-Bürgermeister in einer Stellungnahme.