Koalition ist fix: Zusag wird Bürgermeister. Die Listen WIR und ZL werden gemeinsam mit der FPÖ zukünftig die Mehrheit im Gemeinderat stellen. Manuel Zusag löst SPÖ-Ortschef Harald Richter als Bürgermeister ab.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 06. Februar 2020 (15:24)
Regieren zukünftig gemeinsam: Johann Gergela (ZL), Manuel Zusag (WIR) und Andreas Feichtinger (FPÖ, v.l.).
Kristina Veraszto

Es ist der Beginn einer neuen Ära in Lichtenwörth: Seit 1945 hat die SPÖ die Gemeinde fest in ihren Händen. Bei der bevorstehenden konstituierenden Gemeinderatssitzung wird sich dies aber ändern: Die ÖVP-nahe Liste „Wir alle sind Lichtenwörth“ unter Manuel Zusag, der künftige Gemeinderat der Liste „Zukunft Lichtenwörth“ Johann Gergela und Andreas Feichtinger von der FPÖ haben sich dazu entschlossen, gemeinsam mit ihren elf von 21 Mandaten zu regieren. Der SPÖ bleibt als stärkste Fraktion mit zehn Mandaten die Oppositionsrolle.

Zusag neuer Bürgermeister

Neuer Bürgermeister wird Manuel Zusag, als Spitzenkandidat der stimmenstärksten Liste WIR. Den Posten des Vizebürgermeisters wird Andreas Feichtinger von der FPÖ übernehmen. Im Mittelpunkt des Dreier-Gespanns steht das Miteinander, das auch der SPÖ angeboten wird. „Wir wollen, dass die SPÖ bei uns mitarbeitet, ob sie unser Angebot annimmt, liegt natürlich bei ihr“, erklärt Manuel Zusag, der mit bald 28 Jahren einer der jüngsten Ortschefs Österreichs wird.

Auch dem zukünftigen FPÖ-Vizebürgermeister Andreas Feichtinger liegt die gemeinsame Arbeit für die Gemeinde am Herzen – und das war auch der ausschlaggebende Punkt für die Koalition, wie er im NÖN-Gespräch erklärte: „Das Streiten in Lichtenwörth muss endlich ein Ende haben.“

Im Gemeindevorstand werden zukünftig – statt fünf – sechs Personen vertreten sein. Geschäftsführende Gemeinderäte der Liste WIR werden Thomas Gergela (für Soziales) und Hubert Lechner (für Bildung). Drei weitere Geschäftsführende Gemeinderäte für die Bereiche Kultur, Wirtschaftsförderung und Gesundheit sowie der Vorsitz des Prüfungsausschusses sollen von der SPÖ besetzt werden und Neo-FPÖ-Vize Feichtinger wird die Agenden für den Straßenbau übernehmen.

Mehr zu den Hintergründen der neuen Dreier-Koalition und der Zukunft der SPÖ lest ihr in der kommenden Printausgabe der NÖN sowie im e-Paper.