Bürgermeister Klaus Schneeberger: "Weg ist alternativlos!"

Stadtoberhaupt: "Stadt und Region stehen vor einer großen Prüfung."

Erstellt am 19. November 2021 | 11:12
Klaus Schneeberger
.Klaus Schneeberger, ÖVP-Bürgermeister in Wiener Neustadt.
Foto: NOEN, Franz Baldauf

Seitens ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger gibt es eine erste Reaktion auf die Maßnahmen der Bundesregierung: "Einmal mehr steht unsere Stadt und unsere Region vor einer großen Prüfung. Obwohl wir organisatorisch in Wiener Neustadt beim Testen und Impfen immer Vorreiter waren, ist auch bei uns die Covid-Lage kritisch. Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es in den vergangenen Monaten nicht gelungen ist, ausreichend Menschen zur Impfung zu bewegen. Auch wenn es mich wütend macht, dass auch geimpfte Menschen in den Lockdown müssen, ist der nun eingeschlagene Weg alternativlos."

Dennoch sei er zuversichtlich, dass die Situation gemeistert wird. "Daher einmal mehr ein herzliches Dankeschön an alle, die auf den Test- und Impfstraßen im Einsatz stehen und speziell an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesklinikums. Einmal mehr rufe ich alle dazu auf sich rasch impfen zu lassen und sobald möglich den dritten Stich zu holen."

SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger in einer ersten Reaktion: "Faktum ist, die Regierung hat - nicht zuletzt durch monatelange Untätigkeit und interne Streitigkeiten - viel Zeit verloren. Das rächt sich jetzt. Was mich besonders auf die Palme bringt, sind zwei Dinge: Erstens, dass Ex-Kanzler Kurz die Pandemie für beendet erklärt hat, obwohl jeder im Land wusste, dass dem nicht so ist. Und zweitens, dass jetzt vieles wieder überfallsartig passiert. Die Kommunikation ist völlig unzureichend, keiner kennt sich mehr aus. Ein besonders negatives Highlight dabei ist der Schulbereich, wo die Pädagoginnen abermals völlig im Stich gelassen werden. Auch die Gastro und der Handel tun mir extrem leid, sie werden nun wieder in einen bitteren Lockdown gezwungen. Mein ganz großer Dank gilt allen Ärzten sowie dem Pflegepersonal, die in Tagen wie diesen in den Spitälern, aber auch in den Impf- und Teststraßen geradezu Unmenschliches leisten!"

FPÖ-Bürgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz meint: "Mit dem heute angekündigten generellen Impfzwang überschreitet die türkis-grüne Bundesregierung eine dunkelrote Linie, wirft die Basis unserer Bundesverfassung über Bord und führt das Land eiskalt in eine Diktatur. Wir werden alle parlamentarischen und rechtlichen Mittel ausschöpfen, gemeinsam mit den Menschen den Druck erhöhen und rechtlich klagen um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen."

Grüne-Klubobfrau Selina Prünster sagt: "Der Lockdown für Alle war hinsichtlich der explodierenden Zahlen auch in Wiener Neustadt zu erwarten und ist die einzige Chance diese Akutsituation zu entschärfen. Ich bin sicher, dass diese Maßnahme bei den meisten BürgerInnen auf Verständnis stößt, immerhin wissen wir um die Situation in den Krankenhäusern. Ich kann nur einmal mehr aussprechen was auf der Hand liegt: bitte nehmen Sie das Angebot der Impfung wahr, sie ist der einzige langfristige Weg aus dieser Pandemie."

In der Stadt Wiener Neustadt sind derzeit 530 Bürger mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 912. Bisher sind 102 Wiener Neustädter mit dem Virus verstorben.