Messerstich-Opfer: „Froh, dass ich lebe“. Opfer des Vorfalls im Park beim Bahnhof sprach mit der NÖN über die Gewalttat. Täter holte nach Streit einen Dolch.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 10. September 2019 (06:00)
privat
Das Opfer liegt derzeit im Krankenhaus. 

Der Vorfall in der Vorwoche, bei dem ein Bursche beim Bahnhof mit einem Messer schwer verletzt wurde, sorgte für Schlagzeilen.

Die NÖN konnte jetzt mit dem Opfer, einem 28-jährigen Mattersburger, sprechen. Er gibt an, dass er an dem besagten Abend im Utoya-Park einen Streit zwischen einem Freund und dem mutmaßlichen Täter, einem 30-jährigen Asylwerber, schlichten wollte: „Es ging um 20 Euro, die sich mein Freund von ihm ausgeborgt hatte.“ Der Mattersburger half seinem Freund mit den 20 Euro aus, „die hat der Täter aber dann zerrissen. Er hat gesagt, es geht ihm ums Prinzip“. Dann hätte sich der 30-Jährige vom Tatort entfernt, sei fünf Minuten später mit einem Dolch zurückgekommen – womit der Mattersburger nicht gerechnet hatte. „Wir haben eigentlich geglaubt, die Sache war erledigt“, erinnert sich das Opfer zurück.

Wenige Augenblicke später sei es zu den dramatischen Szenen gekommen: Zweimal habe ihn der Angreifer mit dem Dolch verfehlt, „der dritte Stoß hat meine Lunge durchbohrt. Ich bin noch ein paar Schritte gegangen und dann zusammengebrochen“. Ob er bleibende Schäden davontragen werde, kann er noch nicht abschätzen, derzeit muss er sich diversen Therapien unterziehen: „Aber ich bin froh, dass ich es überlebt habe.“ Den Angreifer habe er nur vom Sehen gekannt, schildert der Mattersburger gegenüber der NÖN. Warum er so brutal vorgegangen ist, kann er sich nicht erklären.