Vortrag über Pränataldiagnostik - Segen oder Fluch?. Am 17. Februar fand auf Initiative von Leopold Horvath ein Vortrag über Pränataldiagnostik im Rahmen des Biologieunterrichtes der 8. Klassen des Militärgymnasiums statt.

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 23. Februar 2017 (11:31)

In einem äußerst lebendigen Vortrag beleuchtete Oberstleutnant der Miliz Dr. Rudolf Bräuer, Gynäkologe und medizinischer Ausbilder beim Österreichischen Bundesheer das Thema „Vorgeburtliche Diagnostik“ aus medizinischer und auch aus rechtlicher und  ethisch moralischer Sicht.

Untermalt durch zahlreiche aussagekräftige Ultraschallfotos des sich entwickelnden Embryos wurden Möglichkeiten der modernen Medizin aufgezeigt, den Verlauf der Schwangerschaft zu begleiten und frühzeitig etwaige Probleme in der Entwicklung des Kindes zu diagnostizieren. Dabei wurde besonders auf einen heute relevanten  Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Fehlentwicklungen und dem Alter der Schwangeren verwiesen.

Dr. Bräuer wies  mit dem Satz: „Wir Gynäkologen haben nur eine beratende Funktion!“ auf die Eigenverantwortung eines Paares hin, wie es mit dem Befund einer festgestellten Behinderung eines heranwachsenden Kindes umgeht.

Es wurde aber auch kritisch auf eine zunehmend zu beobachtende und moralisch  bedenkliche Tendenz hingewiesen, nur ein perfektes Kind  bekommen zu wollen.

„Großes Lob gebührt den Militärgymnasiasten, die aus dem bereits im Biologieunterricht erworbenen Wissen kompetente Anknüpfungspunkte an den Inhalt des Vortrages bekundeten und durch ihre Fragen und ihre rege Beteiligung an Diskussionen großes Interesse an diesem Thema zeigten.“, freute sich der Biologieprofessor.