Wr. Neustädter drohte Eltern mit einer Machete. Ein 26-Jähriger griff wegen Zahnschmerzen und zu viel Alkohol zur Hiebwaffe und drohte mit dem Umbringen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:12)
Symbolbild
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Ein 26-jähriger Wiener Neustädter musste sich am Freitag vor Gericht verantworten, weil er am 19. November seine Mutter und ihren Lebensgefährten mit einer Machete bedroht hat. Der Mann gab die Tat vor Gericht zu und erklärte, dass er an dem Tag erstens stark betrunken gewesen sei und zweitens unter schlimmen Zahnschmerzen gelitten hätte. „Ich hatte keine Versicherung und meine Eltern haben mich nicht ernst genommen.“

Er habe zuerst herumgeschrien, dann die Machete unter seinem Bett hervor geholt. Laut seiner Mutter hat der junge Mann dann mit der Machete herumgefuchtelt und sowohl sie als auch ihren Lebensgefährten mit dem Tod bedroht. Die Mutter: „Er sagte zu meinem Partner, ich stech dich ab und zu mir ich bring dich um. Aber so ausgerastet ist er noch nie, ich erkannte meinen Sohn gar nicht wieder.“ Die Frau gab an, die Polizei gerufen zu haben, weil der junge Mann gar nicht zu beruhigen war. Ob der Angeklagte die Schutzhülle von der Waffe entfernt hat oder nicht, darüber waren sich die Beteiligten vor Gericht nicht einig.

Feststeht allerdings, dass der 26-Jährige die Machete gar nicht hätte besitzen dürfen, weil für ihn seit 2014 ein Waffenverbot gilt. Frage der Richterin: „Wussten Sie das?“ Er: „Ja, aber ich dachte nicht, dass das eine Waffe ist, sondern ein Werkzeug. Ich wollte damit im Wald Äste abschlagen.“ Der Vernichtung der Machete stimmte er schon bei der Polizei zu.

Für den dreifach vorbestraften Mann setzte es wegen des „Ausrasters“ vier Monate bedingt und eine Geldstrafe von 1.200 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.