Besserer Baumschutz in Wiener Neustadt wird gefordert. Grüne kritisieren die städtische Grünraum-Pflege. Stadt spricht von Vandalismus.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 30. Juli 2019 (05:36)
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Ein junger umgestürzter Baum und verdörrte Pflanzen: Die Grünen bezeichnen die Umweltpolitik der Stadt als „halbherziges Anliegen“.

Ein junger Baum in der Wiener Straße, der in der Vorwoche umgebrochen ist, ruft jetzt die Grünen auf den Plan. „Bei genauer Betrachtung der Bruchstelle sieht es danach aus, dass ein Wurm die Vorarbeit geleistet hat. Der Wind hat das Übrige dazu beigetragen“ so Selina Prünster.

Die Grünen kritisieren deshalb einmal mehr den fehlenden Baumschutz in der Stadt und fordern eine bessere Betreuung der Grünflächen. Beispiele für eine mangelhafte Pflege gebe es genügend, so die Grünen. In der Neunkirchner Straße, der Neudörfler Straße und am Baumkirchnerring seien die gepflanzten Zedern verdorrt. Der Buchsbaum sei Opfer des Zünslers geworden. Auch die Baumoffensive der Stadt – bei der 200 Bäume gepflanzt werden – überzeugt nicht.

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„Eine gute Initiative aber sprichwörtlich ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Andreas Löffler. Wie die NÖN berichtete, setzen sich die Grünen auch dafür ein, dass am Domplatz, während der Errichtung des neuen Kinderspielplatzes, eine „grüne Begegnungszone“ entsteht. Bis dato fand die Idee aber bei der Stadtregierung keinen Anklang.

Beim jungen Baum in der Wiener Straße gehe man seitens der Stadt von einem Vandalen-Akt aus. Die restlichen Grünräume werden geprüft. „Unsere Baumpfleger arbeiten jetzt im Sommmer auf Hochtouren“, heißt es seitens der Stadt.