Imbissbude „Siass & Schoarf“ musste umziehen. Nach Beschwerden musste „Siass & Schoarf“ seinen Standplatz gegenüber dem BORG kündigen. Jetzt ist der Schnellimbiss am Baumkirchnerring zu finden.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 04. September 2019 (05:34)
Veraszto
Nina Milchrahm mit ihrem Sohn „Junior-Chef“ Albin. Die Freude über den Standort ist groß.

Für eingefleischte Wurst- und Langosfans war die Imbissbude „Siass & Schoarf“ in der Herzog Leopold-Straße gegenüber vom BORG eine beliebte Adresse. Der Standort sorgte aber auch für Kritik: Dass zum Beispiel Dauergästen der Imbissbude bereits am Vormittag Bier ausgeschenkt wurde, stieß so manchen Passanten sauer auf.

Für die Beschwerden hat „Siass & Schoarf“-Inhaberin Nina Milchrahm Verständnis, dennoch ist bei ihr jeder Gast willkommen, wie die Gastro-Quereinsteigerin im NÖN-Gespräch erzählt: „Ich verkaufe jedem ein Langos, egal aus welcher Gesellschaftsschicht er kommt.“

Denn gerade das sei das Schöne an einem Würstelstand, dass sich verschiedenste Menschen beim Essen treffen würden. Milchrahm studierte Unternehmensführung an der FH Wiener Neustadt. In der Branche war sie aber unzufrieden.

Vollbetrieb ab dieser Woche

„Ich hatte schon lange den Wunsch, etwas anderes zu machen, und ich bin gerne unter Menschen“, sagt Milchrahm. Seit Jänner 2018 ist die Wiener Neustädterin mit ihrer Imbissbude in der Herzog Leopold-Straße zu finden. Übernommen hat sie den Stand von Petra Schieder, die in Pension ging und zuvor 25 Jahre am Hauptplatz Langos, Burger und Würstel verkaufte. Die andauernde Kritik führte aber schlussendlich dazu, dass Milchrahm seitens der Stadt ihren Standplatz kündigen musste.

Doch jetzt gibt es ein Happy End: Die „Siass & Schoarf“-Imbissbude ist ab sofort am Baumkirchnerring beim Parkplatz rund um das ehemalige ÖGB-Zentrum zu finden. Gestern, Montag, konnte Milchrahm schon erste Gäste empfangen. Spätestens am Mittwoch, dem 4. September, soll der Stand wieder in den Vollbetrieb gehen – und das mit einem neuen Konzept.

Denn mit dem Standort-Wechsel will die 35-Jährige ihre Speisekarte um Angebote speziell für Kinder und Jugendliche erweitern. „Wir bieten zum Beispiel eine gesunde Jause. Ich freue mich wirklich auf diese Herausforderung.“