Das „Piestingtaler“: Neues Bier aus der alten Brauerei

In der ehemaligen Piestinger Brauerei gibt’s wieder Bier: Das „Piestingtaler“.

Erstellt am 17. November 2021 | 05:48

Die Idee entstand – eh klar, möchte man rückblickend sagen – bei einem Bier: „Wir haben auf den Abschluss eines größeren Bauprojektes angestoßen und gemeint: Eigentlich würden wir unser Bier gern selbst brauen“, erinnert sich Philipp Ringhofer im Gespräch mit der NÖN.
Gesagt, getan: Ringhofer und sein Arbeitskollege Markus Rohr schlossen sich mit Philipp Haidl, den sie ebenfalls beruflich aus der Baubranche kennen, zusammen und begannen im Sommer des Vorjahres mit einer kleinen Anlage mit dem Brauen.

Keiler und Wolf machen den Anfang

„Der erste Brautag hat sich angefühlt wie 14 Stunden und das Ergebnis hat nicht so geschmeckt wie etwas, das man verkaufen will“, lacht Ringhofer. In den anderthalb Jahren seit den ersten Brauversuchen hat sich einiges getan: Das Trio gründete eine GmbH, sicherte sich die Marken-Rechte am „Piestingtaler Bier“ – und verfeinerte die Rezepte für zwei verschiedene Sorten: Angeboten werden derzeit der „Keiler“ und der „Wolf“. Die „tierischen“ Sorten passen zum Piestingtal, seiner Natur und den wilden Tieren, die dort zu finden sind, so die Gründer.

Gemäß dem Credo der Bierbrauer: „Ein regionales Bier – aus der Region für die Region.“
Was darf man sich geschmacklich erwarten? „Der Keiler ist ein Märzen, von dem man – gerade im Sommer, wenn es heiß ist – auch gerne einmal zwei oder drei Flaschen trinkt“, sagt Ringhofer: „Der Wolf ist gehaltvoller und passt gut zu kräftigerem Essen, so wie derzeit Wild.“

Zwei weitere Sorten geplant

Als dritte Sorte soll im Frühjahr ein „ganz süffiges“ Festbier folgen, geschmacklich ähnlich jenem vom Münchner Oktoberfest. Nummer vier ist planmäßig ein Bock, den es ebenfalls noch im kommenden Jahr geben soll. Überhaupt hat sich das Trio noch einiges vorgenommen: In Markt Piesting soll es – planmäßig in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Vereinen – Bierheurige geben. Das „Piestingtaler“ soll in immer mehr Lokalen in der Region und darüber hinaus erhältlich sein – die ersten Fässer wurden schon in die Gastronomie geliefert.

Wiederbelebung der Brauerei

Und, vielleicht der größte Schritt: In absehbarer Zeit soll die alte Brauerei in der Gutensteiner Straße – in der bis vor 15 Jahren das „Piestinger“ Bier hergestellt wurde – auch soweit wiederbelebt werden, dass das „Piestingtaler“ hier nicht nur verkauft, sondern auch gebraut wird. (Derzeit werden „Wolf“ und „Keiler“ nach dem Rezept von Ringhofer, Rohr und Haidl bei der Brauerei Golser im Burgenland hergestellt.) „Wir präsentieren demnächst unsere Pläne für die Anlage der Bezirkshauptmannschaft und hoffen, dass wir bald eine neue Betriebsanlagengenehmigung erhalten“, sagt Ringhofer.

Hof-Verkauf alle zwei Wochen

Beim Lesen durstig geworden? Das „Piestingtaler“ gibt es aktuell schon im Piestingerhof. Vor Weihnachten gibt es planmäßig noch am 26./27. November und 10./11. Dezember (Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr) einen Hof-Verkauf bei der Brauerei (Gutensteiner Straße 42). Beim Adventmarkt im Wiener Neustädter Stadtpark (26. bis 28. November) gibt es das „Piestingtaler“ beim Mascot-Stand.

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