Ein Sieg mit Verlusten für ÖVP. ÖVP-Bürgermeister Hubert Postiasi bleibt zwar Nummer 1, muss aber Verluste hinnehmen. Kann er Bürgermeister bleiben?

Von Sabrina Mayer. Erstellt am 28. Januar 2020 (04:32)
Bleibt Hubert Postiasi Bürgermeister? Die nächsten Tage werden es entscheiden.
Baldauf

Hubert Postiasi bleibt mit seiner ÖVP auf Platz 1. Jedoch war die Spitzenposition diesmal hart umkämpft: „Dadurch, dass so viele angetreten sind, sind wir sehr zufrieden mit dem Wahlausgang“, so der Bürgermeister. Zu der Frage, wie er das Wahlergebnis sieht, sagt er: „Es waren sechs gegen einen, aber wir sind nicht kapitaler Verlierer!“

Ob er Bürgermeister bleiben kann, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Denn rechnerisch gehen sich auch Mehrheiten ohne die ÖVP aus – für Spannung ist in Pernitz in der nächsten Zeit also gesorgt.

Die SPÖ jubelt über den Wahlausgang: „Ich freue mich über das Ergebnis und dass die vier Kräfte, die sich für Pernitz einsetzen, dazugewonnen haben“, so Lukas Brodtrager. Der Listenerste betont auch: „Es könnte eine Koalition gegen die ÖVP gebildet werden und es wird definitiv Gespräche geben.“

Gewinner bei der Wahl waren unter anderem auch die Grünen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir aus einem Mandat drei gemacht haben.“ Ihren Erfolg begründen sie damit, dass sie „auf die Umwelt und die Mitmenschen schauen und Acht geben“.

Einen großen Verlust musste die Bürgerliste „Wir Pernitzer“ einstecken. Mit einem Minus von 13,5 Prozent haben sie am meisten an Stimmen verloren. Karl Zechner von der LWP zeigt sich überrascht: „Wir sind selbst sehr neugierig, was passiert ist. Es sind sehr viele Listen angetreten und deswegen hat sich viel verschoben.“ Er zeigt sich auch einsichtig und sagt: „Wir haben uns anscheinend zu wenig von den anderen abgehoben. Wir haben das vergeigt.“

Die Bürgerliste Miteinander hat bei dem ersten Antritt gleich drei Sitze im neuen Gemeinderat geholt. Christian Guthauer von MIT sagt: „Wir sind sehr angenehm überrascht über das positive Ergebnis. Wir versuchen das Beste daraus zu machen.“ Als Grund für den Zugewinn von 12,7 Prozent nennt er: „Wir haben ein neues Team und es wird was Neues gewollt. Einige fühlten sich nicht vertreten oder gehört und somit haben wir unsere Wähler erhalten.“

Die Listen LAD und LNP haben kein Mandat erreicht.

Wer für die Parteien in den Gemeinderat einziehen wird, steht noch nicht fest.

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