Unterschriftenaktion: 50 gegen Verbauung in Sollenau

Durch Unterschriftenliste sollen Grünflächen erhalten bleiben. ÖVP fordert Bebauungsplan für Sollenau.

Doris Damböck Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:26
50 gegen Verbauung in Sollenau
Helga Pfleger, Irma Ayse, ÖVP-Gemeinderat und Initiator Hans-Michael Putz und Initiator Rene Tik.
Foto: zVg

In Sachen Verbauung hat sich die ÖVP Sollenau gemeinsam mit Rene Tik, einem betroffenen Anrainer, dazu entschlossen, eine Petition in Umlauf zu bringen. „Wir wünschen, dass die großräumigen Grünflächen erhalten bleiben und nicht in Baugebiet umgewidmet werden“, heißt es in der Petition.

Wie ÖVP-Gemeinderat Hans Michael Putz erklärt, sollen die Grünflächen zwischen Heiderosengasse, Am Schießplatz, Großmittelstraße und Maria-Theresien-Straße erhalten bleiben. „Wir fordern außerdem endlich einen Bebauungsplan für Sollenau“, sagt Putz: „Wo will man in Zukunft hin? Soll Sollenau ländlich bleiben oder eine Großstadt werden? Wenn Sollenau größer werden soll, müssen auch Infrastruktur, Kläranlage, Kindergarten und Schule mitwachsen“, so Putz.

Auch auf Facebook gab es zum Thema Verbauung zahlreiche Reaktionen aus der Bevölkerung. „Sollenau wird immer mehr verschandelt. Furchtbar die engen Häuser“, oder „Leider wird alles verbaut“ und „Jeder Fleck wird zugepflastert in Sollenau. In Zeiten wie diesen sollte man über Bodenversiegelung mehr nachdenken. Anscheinend ist es wichtiger, sich zu profilieren“, ist dort zu lesen.

SPÖ-Bürgermeister Stefan Wöckl versteht die Aufregung nicht: „Es gibt einen geltenden Baustopp in Sollenau. Außerdem wird bereits seit 2020 an einem Bebauungsplan gearbeitet.“ Wenn der fertig ist, und das sollte laut Wöckl bis spätestens Anfang 2022 sein, präsentiert der Raumplaner diesen in den Gremien und dann kann darüber diskutiert werden.“
Die Petition hat bisher rund 50 Unterschriften erreicht. Diese sollen demnächst an Wöckl übergeben werden.