Tierquälerei: Wilderer unterwegs?. Im Piestingtal sind mehrere Fälle von illegal geschossenen Tieren, die qualvoll verendet sind, bekannt geworden.

Von Lena Burgstaller und Mathias Schranz. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:32)
NOEN, Franz Baldauf
Rehe und Hirsche sind in den letzten Monaten im Piestingtal illegal geschossen worden.

Treiben Wilderer im Piestingtal ihr Unwesen? Erst vor Kurzem wurde ein Fall in Gutenstein bekannt, wo ein Wilderer unter Verdacht steht. Hegeringleiter Michael Wanzenböck erzählt: „Es gibt einen Fall, wo eine Person mit einem Gewehr in der Nacht auf einen Hirsch geschossen und diesem das Kreuz abgetrennt hat. Das Tier ist nicht verendet und hat vor Schmerzen gebrüllt, bis es ein Jäger erlöst hat. Wir haben den Fall angezeigt.“

„Das ist das höchste Maß an Tierquälerei"

Auch in Waidmannsfeld kennt man solche Taten. Jagdpächter Franz Hofer meint: „Bereits im Sommer wurde ein Reh gefunden, das mit einem Kleinkaliber abgeschossen wurde. Im September wurde ein Rotwildkalb von circa 5 Monaten gefunden, dem die Wirbelsäule abgetrennt wurde  – wir vermuten mit einem Pfeil. Es hat sich auf den Vorderbeinen dahingeschleppt, bis ein Jäger es erlöst hat.“

Verstehen kann er die Taten nicht: „Das ist das höchste Maß an Tierquälerei, wir haben natürlich Anzeige erstattet.“ Der jüngste Fund wurde am Dienstag gemacht: Beim Mathildensteig in Muggendorf wurde ein bereits stark verwester Hirsch gefunden, auch er dürfte Wilderern zum Opfer gefallen sein. Die Ermittlungen der Polizeiinspektionen Pernitz und Wöllersdorf laufen auf Hochtouren.