Weniger Jobs trotz Investition: Ortmann baut Stellen ab. Zwar werden am Standort Ortmann 13 Millionen Euro investiert, zeitgleich werden aber Teile der Serviettenproduktion nach Italien verlegt. 75 Jobs weg.

Erstellt am 28. Februar 2018 (05:45)
Auch im Werk in Ortmann kommt es wie bei ASTA Oed zum Stellenabbau. 75 Arbeitsplätze werden nach Italien verlegt.
Franz Baldauf

Zu einem Arbeitsplätze-Abbau wird es in den nächsten Jahren auch beim Hygieneprodukte-Hersteller Ortmann geben. Werks-Besitzer „Essity“ plant eine Neuausrichtung des Produktionsportfolios am Standort in Pernitz.

Im Zuge dessen will das Unternehmen in eine neue Verarbeitungslinie für Toilettenpapier und Haushaltstücher in Ortmann investieren. Rund 13 Millionen Euro sollen am Standort im Piestingtal investiert werden.

Werksleiter Andreas Greiner: „Abgänge so sozialverträglich wie möglich gestalten.“
Franz Baldauf

Allerdings werden im Gegenzug in den nächsten drei Jahren Teile der Serviettenproduktion schrittweise in ein Produktionszentrum nach Italien verlagert. Die Zahl der Mitarbeiter in Ortmann wird sich über den geplanten Zeitraum von derzeit 540 auf ca. 465 Mitarbeiter verringern.

Werkleiter Andreas Greiner: „Wir wollen unser Serviettengeschäft stärken und unseren Kunden weiterhin innovative Produkte von hoher Qualität liefern. Um auf dem hart umkämpften Markt wettbewerbsfähig zu sein, ist es erforderlich, die geografische Ausrichtung unserer Produktionskapazitäten zu optimieren.“

Zur Umsetzung der Maßnahmen werden nun Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. „Ziel ist es, die Stellenreduzierung während der nächsten drei Jahre mehrheitlich über natürliche Abgänge so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.  Ich bin zuversichtlich, dass uns das im guten Einvernehmen gelingen wird, denn wir sind uns auch in diesem Punkt unserer Verantwortung als Arbeitgeber sehr bewusst“, so Andreas Greiner.