Primar verlässt Klinikum Wr. Neustadt

Geholt als eine Schlüsselfigur für das geplante Krebskompetenzzentrum, kann Wolfgang Köstler nicht länger als etwas mehr als ein Jahr im Spital gehalten werden.

Erstellt am 02. Februar 2016 | 04:38
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_6477194_wrn05p_Koestler_Selzer3sp.png
Foto: NOEN, Foto: Landesklinikum
Schwerer Rückschlag für die Bemühungen, ein Krebs-Kompetenzzentrum zu etablieren. Denn mit Wolfgang Köstler verlässt jener Mann das Landesklinikum, der seit 2014 mit dem Aufbau der neuen III. Internen Abteilung befasst war. Die Abteilung für Onkologie mit interdisziplinärer Bettenbelegung verliert damit einen Mediziner, der als einer der größten Fachleute auf diesem Gebiet zählt, dessen Engagement in Wiener Neustadt als Meilenstein gefeiert wurde.

Vom Spital selbst, aber auch von der Landespolitik. Köstler ist es auch gelungen, eine ganze Reihe an Fachleuten nach Neustadt zu bringen. Einer von ihnen, Robert Königsberg, wurde zum interimistischen Leiter der Abteilung bestellt, die Stelle des Primars ist ausgeschrieben. Neben Königsberg selbst soll sich auch der aus Bad Fischau stammende Oberarzt Stefan Wöhrer interessieren.

"Große neue Herausforderung in Aussicht"

Köstler selbst bestätigt gegenüber der NÖN, dass er das Landesklinikum Wiener Neustadt bereits verlassen habe. Er habe eine große neue Herausforderung in Aussicht, meinte er gegenüber der NÖN, die er noch nicht verraten könne. Für das Krebskompetenzzentrum habe dieser Abgang keine Auswirkung, so die Spitalsleitung.

Aber auch Primar Edgar Selzer könnte dem Landesklinikum quasi abhanden kommen. Der Leiter des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie ist, wie Köstler, erst etwas mehr als ein Jahr am Landesklinikum als Primar der Abteilung tätig. Er hat sich für die Leitung der Strahlentherapie an der MedUni Wien beworben. Sollte er diese Stelle erhalten, wäre sein Abgang wohl fix.

Fix bleiben soll laut VP-NÖ-Klubobmann Klaus Schneeberger der neue Primar der II. Internen, Xaver Roithinger. Davon geht auch dieser selbst „mit hoher Wahrscheinlichkeit aus“, lediglich ein paar Rahmenbedingungen müssten noch geklärt werden, so Roithinger gegenüber der NÖN.