Zahl der Geisterfahrer hat sich im Vorjahr verdreifacht. Rund um Wiener Neustadt gab es auf der A2 zwischen Baden und Grimmenstein im Vorjahr zwölf Geisterfahrer-Meldungen.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 28. Januar 2021 (09:23)
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In Österreich ist die Zahl der Geisterfahrer-Meldungen im Vorjahr aufgrund der Lockdowns im Frühjahr und ab November deutlich zurückgegangen: Laut Ö3-Geisterfahrerstatistik gab es im Jahr 2020 346 Geisterfahrer-Meldungen, die im Radio on Air gingen - das sind 71 Meldungen (17 Prozent) weniger als im Jahr 2019 und gleichzeitig die geringste Jahressumme seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1994.

Im Raum Wiener Neustadt gab es jedoch einen starken Anstieg, in absoluten Zahlen sogar den größten im ganzen Land: Auf der A2 zwischen Baden und Grimmenstein gab es im Vorjahr 12 Geisterfahrer-Meldungen, dreimal so viele wie im Jahr 2019.

Hotspot Südautobahn

Die Südautobahn (A2) bleibt die Autobahn mit den meisten Geisterfahrern mit 68 Meldungen. In Relation zur Gesamtlänge sind auf der Mühlkreisautobahn (A7) in Oberösterreich die meisten Falschfahrer unterwegs (17 Geisterfahrer auf 27 km Länge). Hier gibt es also 2020 die größte „Geisterfahrerdichte“. Die A7 im Raum Linz ist das Autobahnteilstück mit den meisten Meldungen (16 Geisterfahrer).

2020 gibt es bei Geisterfahrerunfällen keinen Toten (2019: eine Tote). Zuletzt ist im Jahr 2015 niemand bei Geisterfahrerunfällen ums Leben gekommen. Insgesamt ereignen sich nach Angaben des Innenministeriums sieben Unfälle, an denen Geisterfahrer beteiligt sind, davon einer mit Personenschaden. Dabei wird eine Person leicht verletzt. Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen wird niemand bei einem Geisterfahrer-Unfall schwer verletzt. (2019: acht Unfälle, sieben Schwerverletzte und fünf Leichtverletzte)