Krumbachs Ortschef Stacherl: „Es ist unfassbar für uns“

Erstellt am 11. Jänner 2023 | 06:00
Lesezeit: 2 Min
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Konstantin hatte erst im Dezember seinen 20. Geburstag gefeiert, seit Oktober war er Grundwehrdiener beim Bundesheer.
Foto: shutterstock/New Africa ; privat
Bei der Familie bleiben nach der Tragödie viele Fragezeichen. Sie kann sich den Vorfall nicht erklären, ihr Konstantin sei ein friedliebender Mensch gewesen.
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Die Nachricht vom Tod des 20-jährigen Wachsoldaten sorgt für große Bestürzung. „Nicht Fassbar“ sei die derzeitige Situation, trauert Stiefvater Michael Dollischal im Gespräch mit der NÖN. Die Familie stehe zusammen, „aber wir sind in einer Schockstarre“. Die – ihnen aus den Medien bekannten – Vorgänge in der Kaserne können sie sich nicht erklären, „für uns gibt es noch sehr viele Fragezeichen“. Konstantin sei ein friedliebender Mensch gewesen, erzählt Michael Dollischal, „es hat nie ein böses Wort gegeben, er hat Streit verabscheut und gehasst“.

Man habe bisher nur wenige bis gar keine Informationen zu dem Fall bekommen, deswegen könne man auch nicht viel sagen. Konstantin hatte erst im Dezember seinen 20. Geburstag gefeiert, seit Oktober des Vorjahres war er als Grundwehrdiener beim Bundesheer. „Was bleibt ist natürlich schon die Frage, ob man junge Menschen mit einer scharfen Waffe zusammenbringen muss“, nimmt sich Dollischal kein Blatt vor den Mund. Die Familie hoffe jetzt auf eine baldige Freigabe des Leichnams, „damit wir uns verabschieden können“, so Dollischal.

Bürgermeister fordert rasche Aufklärung

In seinem Heimatort Krumbach in der Buckligen Welt sind Schock und Trauer ebenfalls groß. Konstantin war unter anderem beim Fußball- und Tennisverein, Probleme hätte es dort nie mit ihm gegeben, erfuhr die NÖN. Für die Bewohner der Gemeinde ist die Tragödie nach wie vor allgegenwärtig. „Es ist einfach unfassbar, alle sind geschockt. Mein Mitgefühl und Beileid gilt der Familie“, sagt ÖVP-Bürgermeister Christian Stacherl, der in Kontakt mit der Familie steht. Er wünscht sich in dem Fall eine rasche und lückenlose Aufklärung, das habe sich die Familie verdient, sagt er im Gespräch mit der NÖN.

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