Schwarzenbach

Erstellt am 11. Mai 2018, 04:13

von Franz Stangl

Burgberg: „Wir stehen hier erst am Anfang“. Rückblick auf 25 Jahre archäologische Forschung und Ausblick auf den Bau der zwei neuen Gebäude bis nächstes Jahr.

Regionsobmann Fritz Trimmel, SPÖ-Bürgermeister Johann Giefing, „Druide“ Robert Böhm, SPÖ-Vize Adrian Bernhart mit Sohn Luis, Wolfgang Neubauer und Wolfgang Lobisser (v.l.).  |  zVg

Die Gemeinde Schwarzenbach konnte diese Woche im Hinblick auf die Siedlungsgeschichte des Burgbergs zwei bedeutende Veranstaltungen verbuchen: Den Vortrag „25 Jahre archäologische Forschung in Schwarzenbach“ am Mittwoch, dem 2. Mai, im Gasthaus Bernhart sowie den Spatenstich für zwei weitere Gebäude im keltischen Freilichtmuseum Schwarzenbach am Sonntagnachmittag.

Beim Vortrag am Mittwochabend informierte Wolfgang Neubauer, Wissenschafter des Jahres 2015, über die bisherigen Grabungsergebnisse. Neubauer kennt die Grabungsstätte wie kein anderer, er war – damals noch als Student – von Beginn an dabei: „Von der grünen Wiese weg, es gab vorher gar nix. Wir haben dann alles der Reihe nach entwickelt.“

"Wir stehen nicht am Ende"

Experimental-Archäologe Wolfgang Lobisser berichtete über den Bau des keltischen Freilichtmuseums mit bisher sieben Rekonstruktionsbauten. Martin Fera gewährte Einblicke ins „Handwerkerviertel“ der ehemaligen Keltenstadt.

Doch wichtiger als die Vergangenheit ist die Zukunft: Neubauer: „Wir stehen nicht am Ende, sondern erst am Anfang.“ Weiter geht es jetzt vor allem mit dem Bau der zwei zusätzlichen Gebäude im Freilichtmuseum, für die das Holz bereits bei richtigem Mond geschlägert wurde. Bei der Errichtung der 360.000 Euro teuren Häuser will man neue holztechnische Lösungen suchen und neue Werkzeuge ausprobieren. Die Fertigstellung ist mit Beginn der NÖ Landesausstellung im kommenden Jahr vorgesehen.

Im ersten der beiden Häuser wird ein Ausstellungsraum eingerichtet, der den Besuchern die Höhepunkte der Besiedlungsgeschichte mit modernster interaktiver Technik vermittelt. Für die Einrichtung des zweiten Gebäudes sollen Mobiliar und Hausrat nachgebildet werden, die aus spätkeltischer Zeit bekannt sind. Es wird überdies mit multifunktionaler Präsentationsfunktion ausgestattet.