Schweine-Projekt: Rädler kritisiert Hahn. Bürgermeister Harald Hahn kritisierte Projekt von Thomas Gergela. Er fordert dafür eine UVP. Hans Rädler kontert.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 15. Juli 2014 (07:01)
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Das Saustall-Projekt des Lichtenwörther Landwirten Thomas Gergela sorgt für heftige Diskussionen. In der vorwöchigen Ausgabe der NÖN nahm Zillingdorfs Bürgermeister Harald Hahn heftig dagegen Stellung. Und muss sich deswegen nun Kritik von ÖVP-Nationalratsabgeordnetem Hans Rädler gefallen lassen.

„Werden alle Mittel einsetzen, um den Saustall zu verhindern“

Harald Hahn hatte gegenüber der NÖN erklärt, dass er nicht verstehen kann, dass ein Landesbescheid keine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt an der Zillingdorfer Grenze vorsieht. Er fordert jetzt explizit eine UVP für den Saustall. Mit folgendem Nachsatz: „Wir werden alle rechtlichen und alle zu Gebote stehenden Mittel einsetzen, um diesen Saustall zu verhindern.“

Für Hans Rädler, bei dem sich mehrere Bauern nach Hahns Aussagen meldeten, ist dieses Vorgehen einfach nur „populistisch“. Die gewünschte UVP sei eine „nicht vollzugsmäßige Forderung“. Eine UVP für einen Bauernstall zu fordern sei einfach nicht angebracht. Rädler: „Wie soll das ein Bauer finanzieren?“ Dass es da jetzt zu einem Aufschrei der Bauern komme, verstehe er.

Rädler: „Hahn bringt einen ganzen Berufsstand in Existenzängste.“ Viele Bauern würden dadurch verunsichert. Was Rädler ebenfalls ärgert, ist das Schweigen der Bauernvertreter. Rädler: „Wo ist der Aufschrei der Landwirtschaftskammer und der Bauernvertreter, wenn solche Forderungen in den Raum gestellt werden.“