Daun-Kaserne als Standort: Absage für Schneeberger-Idee. Die am vergangenen Freitag bekannt gewordene Einstellung der Heeres-Sicherheitsschule in Wiener Neustadt sorgt weiter für Diskussionen. Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) teilte am Dienstag mit, er habe Minister Thomas Starlinger "heute ersucht, eine im Sinne der unmittelbar Betroffenen - das sind in erster Linie die Schülerinnen und Schüler - annehmbare Lösung zu finden".

Von APA Red. Update am 11. Juni 2019 (13:25)
Philipp Monihart – chrakrter.photos
Klaus Schneeberger

Der Stadtchef schlägt laut einer Aussendung vor, die Daun-Kaserne zu adaptieren, was hohe Investitionen ersparen würde. Er habe Starlinger "ersucht, diese Variante intensiv zu prüfen", so Schneeberger.

Absage für Adaptierungs-Vorschlag

Prompt hat das Verteidigungsministerium der vom Bürgermeister vorgeschlagenen Adaptierung der Daun-Kaserne eine Absage erteilt. Diese Variante sei bereits im Zuge der Vorgängerregierung geprüft worden, sagte Sprecher Oberst Michael Bauer am Dienstag auf Anfrage.

Unter mehreren Optionen habe man sich damals für einen Neubau entschieden, dafür gebe es aber nun keine Möglichkeit. "Es geht sich finanziell nicht aus", sagte Bauer.

Die Heeres-Sicherheitsschule als gemeinsames Projekt des Verteidigungs- und des Bildungsministeriums "wird mit dem heutigen Tag eingestellt", hatte das Verteidigungsressort am Freitag mitgeteilt. Grund dafür seien "die fehlenden finanziellen Mittel von rund 30 Millionen Euro, die für die Einsatzfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres dringend erforderlich sind, um auch künftig die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung gewährleisten zu können", wurde betont.

Bei ÖVP und FPÖ rief die Entscheidung scharfe Kritik hervor. 53 Schülerinnen und Schüler benötigen nun für den Herbst adäquate Schulplätze.