80 neue Arbeitsplätze bei Wewalka. Frischteighersteller mit Umsatzplus in der Corona-Zeit: Neue Jobs am Standort Sollenau & Investitionen in Virus-Prävention.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 14. Oktober 2020 (03:44)
Ein Foto aus der Zeit vor Corona: Aktuell gilt im Betrieb generelle Maskenpflicht.
Wewalka

Wirtschaftlich gesehen, sagt Personalchef Michael Broder, ist Wewalka eindeutig ein Gewinner der Coronakrise: Der Frischteighersteller profitiert davon, dass mehr zu Hause gegessen wird. Das schlage sich in einem „sehr starken Umsatzplus“ nieder – und auch in zusätzlichen Arbeitsplätzen:

„Wir haben in der Unternehmensgruppe 80 Mitarbeiter aufgebaut, 50 davon in Sollenau. Aktuell suchen wir 30 weitere Mitarbeiter für den Standort Sollenau – einerseits, um das nachhaltige Wachstum abzubilden, andererseits um einen Puffer aufzubauen, falls jemand in Quarantäne muss“, sagt Broder zur NÖN. Im Frühjahr gab es „drei kleine Cluster, die zu einigen Fällen geführt haben“, so Broder.

In den vergangenen Monaten ist man bei Wewalka daher höchst aktiv geworden: „Wir haben den Sommer genutzt und viel für uns präventiv aufgebaut“, so Broder: „Die Mitarbeiter werden regelmäßig getestet, sie sind in Zonen eingeteilt, die miteinander keinen Kontakt haben.“ So wurde etwa der Pausenraum vergrößert, damit Mitarbeiter aus getrennten Zonen ihre Pausen getrennt verbringen können. Mitarbeiter aus der Verwaltung arbeiten im Home-Office, vor größeren Meetings werden alle Teilnehmer getestet.

Seit Mai gibt es auch Maskenpflicht im Betrieb. Broder: „Wir haben es den Mitarbeitern frei gestellt, ob wir im Sommer davon abgehen oder nicht – alle oder niemand. Die Mitarbeiter haben sich dafür ausgesprochen, dass wir weiter Masken tragen.“ Bis zum Frühjahr habe man sich auch schon mit Masken eingedeckt – drei Stück pro Schicht für alle 500 Mitarbeiter. Die Maßnahmen zeigen Wirkung, wie Broder sagt: „Seit Ende April hatten wir keinen positiven Fall mehr im Betrieb.“