Koup macht Theater in Wiener Neustadt. Das Neustädter Büro Koup Architekten, das schon das Museum St. Peter zu neuem Leben erweckte, plant den Umbau.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 15. September 2021 (05:33)

Angelika Kirchschlager und Florian Krumpöck waren die letzten Künstler, die im „alten“ Stadttheater auf der Bühne standen: Die Mezzosopranistin und der Pianist sorgten Montagabend für ein „musikalisches Intermezzo“ bei der Präsentation der Pläne für das alterwürdige Haus, das nun bis 2024 umgebaut wird. Wie berichtet, werden knapp elf Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung investiert, wovon das Land zwei Drittel und die Stadt ein Drittel übernimmt.

Das Theater wird in eine neue Kultur-Gesellschaft überführt, Gesellschafter sind die NÖ Kulturwirtschaft zu 51 Prozent und die WN Kul.Tour.Marketing zu 49 Prozent. „Mit dem Land als starkem Partner werden wir die kulturellen Highlights aus St. Pölten nach Wiener Neustadt bringen“, so ÖVP-Bürgermeister Klaus Schneeberger. Paul Gessl, Geschäftsführer der NÖ Kulturwirtschaft, betonte, dass neben Auftritten der Tonkünstlern und des Landestheaters sowie eines Filmschwerpunkts in Kooperation mit dem Kesselhaus in Krems, auch Bewährtes wie „Kabarett, Kleinkunst und örtliche Initiativen“ auch künftig seinen Platz im Stadttheater haben werde. Gastspiele von Tourneetheatern und Operetten finden nicht mehr statt.

Umgebaut wird das Theater federführend von einem Architektenbüro aus der Stadt: Eine Arbeitsgemeinschaft von Koup Architekten (das Team von Architekt Peter Übersberger zeichnete auch für die Neugestaltung des Museums St. Peter verantwortlich) und SMP-ZT (setzte die Bahnhof City um) gewann den Planungswettbewerb.

Eingriffe werde es im denkmalgeschützten Haus „vor allem dort geben, wo die Funktionalität aufgewertet wird“, so Übersberger, etwa im Foyer: „Der aktuelle Haupteingang wird rückgebaut, der Eingang ins Zentrum des Gebäudes unter den Schriftzug verlegt. Es wird einen Eingangsbereich geben, der von weitem sichtbar ist und die Besucher ins Haus hineinzieht.“