Ex-Frau in Felixdorf angefahren: 3 Jahre Haft. Wegen versuchtem Mord an seiner Ex-Gattin musste sich ein 32-jähriger Mann aus Wiener Neustadt am Landesgericht verantworten. Laut Staatsanwaltschaft hat er am 5. Dezember in Felixdorf seine Ex-Frau absichtlich angefahren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Oktober 2020 (11:04)
Franz Baldauf

Der ist außer ein paar Hämatomen an den Beinen und einer leichten Schädelprellung nichts passiert. Nichtsdestotrotz ändere das nichts am Vorsatz, so die Staatsanwältin. Der Mann soll zuvor Drogen konsumiert haben, die auch zu Eheproblemen und Scheidung geführt haben dürften. Trotzdem lebte das Paar in einer On-Off-Beziehung zusammen.

Der Angeklagte bekannte sich „teilweise schuldig“ und gab zu, seine Ex verletzt zu haben. Er habe nach dem Streit schnell wegfahren wollen und dabei die Kontrolle über den 200-PS-BMW, den ihm die Frau eine Woche zuvor geschenkt hatte, verloren. Er krachte mit dem Auto in einen Baum, dabei dürfte er die Frau gestreift haben.

Seit dem Vorfall hat das Opfer mehrmals und sehr unterschiedlich über den Vorfall ausgesagt. Mehrfach meinte das Opfer, dass ihr Ex-Mann sie sicher nicht töten wollte. Vor Gericht gab sie an, dass sie ihren Ex-Mann bei dem Streit provoziert habe und dass sie auf das Auto zuging, als er wegfuhr, weil sie ihn aufhalten wollte. „Er fuhr so schnell, dass er mich nicht sehen konnte.“

Die psychologische Sachverständige, Anita Raiger und der psychiatrische Gutachter Manfred Walzl bescheinigten dem Angeklagten eine emotionale instabile nazistische Persönlichkeitsstörung, die durch den Drogenmissbrauch, der Mann hat immer wieder Heroin konsumiert, noch verstärkt wurde.

Der Angeklagte wurde wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde zugestimmt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.