Sperrstunde für Wr. Neustädter „Cafe Treff“

Erstellt am 17. August 2022 | 05:42
Lesezeit: 2 Min
Legendäres Beisl im Kriegsspital sperrt nach 20 Jahren zu. „Es hat sich nicht mehr ausgezahlt“, so der Wirt.
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20 Jahre hat Emmerich Malota sein „Cafe Treff“ an der Pottendorferstraße im Kriegsspital geöffnet. Viele Jahre machte es seinem Namen alle Ehre und war ein beliebtert Treffpunkt für Jung & Alt. Gefragt waren nicht nur das ein oder andere Bier oder Cola Rum, „dort hat‘s die besten Fleischlaberl gegeben“, schärmt etwa ein Gast.

Jetzt ist das Lokal geschlossen. „Es hat sich einfach nicht mehr ausgezahlt“, sagt Emmerich Malota im Gespräch mit der NÖN, der sich jetzt in Richtung Pension verabschiedet. Schon vor Jahren seien es mit der neuen Raucher-Regel weniger Gäste geworden, auch Corona und ihre Lockdowns hätten Spuren hinterlassen, „viele sind danach einfach nicht mehr gekommen“, erklärt der Gastronom, „und bevor ich nur reinzahle, sperr ich lieber zu! Es tut mir Leid, aber es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht.“ Derzeit wird nach einem Nachfolger gesucht, bisher gibt es aber kaum Interessenten. „Es ist kein leichtes Pflaster hier im Kriegsspital, zudem ist gerade Sommerzeit“, glaubt Malota die Gründe zu kennen.

Mit dem Ende des „Cafe Treff“ hat das Kriegsspital sein zweites uriges Beisl innerhalb eines Jahres verloren, erst im Vorjahr sperrte das „Cafe Daimler“ (ebenfalls in der Pottendorfer Straße) zu – es wurde zum „Adria Bistro“.

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