wortwiege erweitert Spielbetrieb in Wiener Neustädter Kasematten

Erstellt am 18. Januar 2022 | 15:51
Lesezeit: 2 Min
Anna Maria Krassnigg
Foto: Christian Mair
"Szene Österreich" und "Europa in Szene" bilden 2022 die thematischen Zyklen - Start am 24. Februar
Werbung
Anzeige

Die Theatercompagnie wortwiege erweitert nach zwei Spielzeiten des Festivals "Bloody Crown" ihren künstlerischen Betrieb in den Wiener Neustädter Kasematten. Ab heuer wird nach Angaben vom Dienstag unter dem Titel "Wortwiege Kasematten" ein Spielplan in zwei thematischen Zyklen geboten: "Europa in Szene" und "Szene Österreich". Während ersterer in direkter Nachfolge zu "Bloody Crown" steht, setzt man im Rahmen des zweiten Schwerpunkts ganz auf heimische Autoren.

Gezeigt werden die Stücke im Rahmen von "Szene Österreich" von 24. Februar bis 13. März als sogenannte szenische Skizzen, ein Format, das laut Aussendung "Lesung, Musik und Inszenierung verbindet" und Texte "in intimer Atmosphäre hautnah erlebbar" macht. Die Premierenausgabe setzt auf Werke von Theodora Bauer und Marie von Ebner-Eschenbach sowie Erwin Riess' Stück über Franz Grillparzer. Gezeigt wird zudem der Kurzfilm "Die Großmutter" nach der Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach mit Erni Mangold und Flavio Schily.

"Mit der Erweiterung des bisherigen Spielbetriebs kommen wir unserem Ziel, in Wiener Neustadt einen Leuchtturm für hochkarätiges Autorinnen- und Autorentheater und internationalen Dialog in Kunst und Wissenschaft zu errichten, einen großen Schritt näher", betonte die künstlerische Leiterin Anna Maria Krassnigg. Heimischen Schriftstellern in einem eigenen Format eine Bühne zu geben, bezeichnete sie als einen logischen Schritt.

"Europa in Szene" bietet ab September wie bereits Vorgänger "Bloody Crown" Königsdramen, darüber hinaus aber auch andere europäische Narrative und Mythen in zeitgenössischen Fassungen. Eine Art Rahmenfunktion wird auch in Zukunft das Dialogformat "Salon Royal" innehaben. Von April bis Juni werden zudem weitere Vorstellungen der wortwiege-Produktion "Dantons Tod" von Georg Büchner zu sehen sein.

Werbung