Photovoltaik-Projekt nimmt Form an. Umwidmung des Geländes in Theresienfeld wurde bereits beschlossen, jetzt werden noch Gutachten eingeholt. 44.000 Paneele geplant.

Von Doris Damböck. Erstellt am 10. Februar 2021 (03:23)
Auf dem Gelände der ehemaligen Schottergrube soll jetzt eine Photovoltaikanlage entstehen.
Diyana Dimitrova/Shutterstock.com

Die Pläne für eine Photovoltaikanlage sind auf Schiene: In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Umwidmung des Grundstücks von Günther Knautz – er hatte mit seinen ursprünglichen Plänen einer Abfallbehandlungsanlage für Aufregung gesorgt – beschlossen. Die dafür angestrebte Widmung lautet auf Grünland-Photovoltaikanlage.

Das zuletzt eingeholte biologische Gutachten einer Gefahr für Ziesel und Feldhamster fiel für die 15 Hektar große Fläche negativ aus. Ein weiteres Gutachten betreffend Blendung von Flugzeugen wurde von der Gemeinde in Auftrag gegeben. „Es hat sich gezeigt, dass bei den aktuell in Verwendung befindlichen Modulen in Kombination mit der dunklen Farbe eine Blendwirkung nahezu auszuschließen ist. Das Ergebnis ist in Kürze zu erwarten“, informiert SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Klauninger. Die Umwidmung wurde neben einer Stimmenthaltung einstimmig beschlossen.

ÖVP-Gemeinderat Johannes Halbauer hat sich aus drei Gründen seiner Stimme enthalten. Als Jagdleiter des Genossenschaftsjagdgebietes Theresienfeld spricht für Halbauer der jagdliche Aspekt eine große Rolle. Mit der Einzäunung der 15 Hektar großen Fläche fällt viel Lebensraum für Wildtiere weg. Die nicht vorgesehene Stromspeicherung der Anlage ist ein weiteres Argument dagegen. „Photovoltaikanlagen produzieren in unseren Breiten nur zu etwa 20% der Zeit tatsächlich Strom. Eine Stromspeicherung zum Ausgleich der Stromüberschüsse wird deshalb immer wichtiger werden, um die Stromnetze zu stabilisieren“, so der Gemeinderat. Der dritte Punkt sei, dass PV-Anlagen im Grünland in Konkurrenz mit Anbauflächen für Nahrungsmittel stehen. „Eine Photovoltaikanlage ist mir zwar viel lieber als eine Müllverbrennungsanlage, aber man könnte es besser machen.“

Vorgesehen sind etwa 44.000 Paneele.

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