Unterschriften gegen Kinderbadeverbot. Zwischen 300 und 400 Unterschriften sammelte Diana Posch bereits gegen das Kinderbadeverbot in der Therme.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 14. September 2016 (03:12)
Baldauf
Ab 1. Oktober dürfen nur mehr Erwachsene ab 16 Jahren das Hotel und die Therme benützen. Diana Posch aus dem Bezirk Neunkirchen ist gegen das Kinderbadeverbot.

Diana Posch, Pädagogin und dreifache Mutter wohnt in Wartmannstetten (Bezirk Neunkirchen). Zwei ihrer Kinder sind bereits erwachsen, mit ihrem 13-jährigen Sohn nutzte sie aber gerne die Angebote des „Hotel & Spa Linsberg Asia“.

Ab 1. Oktober dürfen aber nur mehr Erwachsene ab 16 Jahren die Therme und das Hotel besuchen. Eine Umstellung, die Posch nicht begrüßt. „Ich finde es nicht in Ordnung, dass alle Kinder in einen Topf geworfen werden und gerade die Familien in Niederösterreich Süd haben keine andere Möglichkeit“, so die Mutter.

Über 300 Unterschriften gesammelt

Diana Posch sammelte deshalb mit einer Liste Unterschriften gegen das Kinderbadeverbot. Zwischen 300 und 400 Personen sollen laut der Mutter bereits unterschrieben haben.

Bevor die Umstellung stattfindet, möchte die Pädagogin nun die Liste an den Thermengeschäftsführer Walter Kois, ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler und Vertretern des Landes Niederösterreich schicken. „Ich wünsche mir eine gute Lösung für alle“, so Posch.

Walter Kois sieht die Initiative der Mutter als ihr „gutes Recht“ an, die Umstellung auf den Eintritt ab 16 Jahren nicht durchzuführen, ist aber für den Thermengeschäftsführer keine Option. „Wir haben bereits alle notwendigen Maßnahmen dazu unternommen“, so Kois. ÖVP-Bürgermeister Hans Rädler will die Mutter unterstützen.

Arbeiten ja, baden nein?

„Ich werde die Unterschriftenlisten den Eigentümern weiterleiten. Diese sollten sich darüber Gedanken machen“, so der Ortschef. Dass die Umstellung auch für das Restaurant gelten solle, ist für Rädler „völlig unverständlich“.

Lehrlinge, die unter 16 Jahre sind, dürfen im Restaurant arbeiten, Konsumenten müssen aber älter sein. Auch die Kommunikation seitens der Geschäftsführung ist für den Ortschef nicht akzeptabel.