Schmuckerau: Hund riss Gänsemama. Gänsemutter und ein Küken wurden getötet, Ordnungsdienst der Stadt soll jetzt verstärkt patrouillieren.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 26. Mai 2021 (05:42)

Die Höckergans-Familie in der Schmuckerau war in den letzten Wochen ein Hingucker für Alt und Jung: Erstmals seit Jahren hatte es Nachwuchs gegeben, die NÖN berichtete.
Jetzt sind die Besucher des Naherholungsraums entsetzt: Die Gänsemutter kam zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen zu Tode, auch eines ihrer Küken wurde getötet, ein weiteres leicht verletzt. Laut dem Magistrat, das den Fall vom Amtstierarzt untersuchen ließ, ist ein Hund für den Tod verantwortlich. Die Gänsemutter wies eindeutige Bissspuren auf. Auch ein anderes Gänsepärchen dürfte von dem Hund attackiert worden sein, eine Gans wurde verletzt und wird derzeit von einem Tierarzt betreut.

Leinenpflicht wird kontrolliert

Als erste Maßnahme werde der Ordnungsdienst verstärkt im Bereich des Biotops patrouillieren, unter anderem soll die Einhaltung der Leinenpflicht kontrolliert werden, verlautbarte die Stadt nach dem Zwischenfall. Und um die steht es nicht immer gut, wie einige „Schmuckerau-Stammgäste“ nach dem Drama der NÖN meldeten. Die Leinenpflicht bei Hunden werde nicht kontrolliert, fast keines der Tiere trage einen Beißkorb, heißt es.

Entsetzt von dem Fall zeigt sich Veterinär-Stadträtin Tanja Windbüchler-Schouschill (Grünen). Es brauche eine Balance zwischen Mensch, Haustier und Wildtiervorkommen. „Das Hundehaltegesetz gibt klare Vorschriften zu Beißkorb- und Leinenpflicht vor, vor allem um Kinder zu schützen, an die sich jeder Hundebesitzer zu halten hat. Ich möchte hier an die Hundebesitzer appellieren, die Situation ernst zu nehmen und in großer Selbstverantwortung auf diese notwendige Balance zu achten!“