Lichtenwörth: Beschwerde gegen Bau. Julia Müllner möchte das Fondsgut umbauen und Schweine halten. Gemeinde ist dagegen und fordert UVP-Prüfung.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 21. September 2016 (06:10)
Baldauf
Julia Müllner will auf dem Fondsgut Schweine halten.

Ein neues Bauvorhaben bringt die Diskussion über Schweinemastbetriebe in Lichtenwörth wieder zum Brodeln. Bei der vergangenen Sitzung beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, Beschwerde gegen das Bauvorhaben von Julia Müllner, Tochter des Landwirtes Hans Müllner, einzulegen.

SPÖ-Ortschef Harald Richter bestätigte gegenüber der NÖN, dass Müllner plane, das im Mai 2015 von der Familie erworbene Fondsgut von einer Junghennen-Aufzucht in einen Schweinemastbetrieb umzuwandeln. „Dass das Fondsgut einmal als Schweinemastbetrieb dienen soll, war von Anfang an klar“, meinte Richter. Müllner habe bereits von der Umweltabteilung des Landes eine positive Beurteilung bekommen. Nun fordert die Gemeinde eine Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die Familie Müllner gibt zum Bauvorhaben keine Stellungnahme ab. Ihr Rechtsanwalt hätte empfohlen, gegenüber der Presse keine Informationen weiterzugeben. ÖVP-Gemeinderat Norbert Koch hat für Richters Beschwerden kein Verständnis: „Ich verstehe es nicht, warum man es verhindern möchte, dass sich ein Landwirt weiterentwickelt.“