Bezirk Wr. Neustadt: Zwischen Abwarten & Absagen. Aufgrund der Coronakrise haben viele ihren Winterurlaub abgesagt, andere hoffen, dass er doch zustande kommt.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 25. November 2020 (05:45)
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Ein Drittel der Österreicher plant laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent, trotz der Corona-Pandemie in diesem Jahr auf Winterurlaub zu fahren (siehe Grafik). Die NÖN hat sich bei Reisebüros und Familien umgehört.

Neubuchungen gibt es sehr wenige, sagt Gülcin Simsek von der TUI Reisen-Filiale im Fischapark, im Gespräch mit der NÖN. Dies sei hauptsächlich der Corona-Situation geschuldet, „aber ein paar Winterurlaube für Dezember und Jänner sind noch aufrecht, vor allem Fernstreckenurlaube“, so Simsek. Ein Beispiel sind hier die Maledivenurlaube, die derzeit noch nicht abgesagt wurden, da es zwar eine Reisewarnung gibt, die Malediven aber nicht so betroffen sind, was ein Reisen möglich machen könnte. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr besser wird“, sagt Simsek.

„Wir merken, dass die Kunden eher darauf hoffen, dass der Sommer wieder mehr Urlaub hergibt.“ Judith Pilles, Reisebüro Top-Spin

Das hoffen auch viele Neustädter, die ihre für den Winter geplanten Urlaube aufgrund der Coronakrise absagen bzw. verschieben mussten. Zu ihnen zählt etwa Claudia Altmann-Pospischek: „Mein Mann und ich wären noch vor Weihnachten nach London geflogen. Aber daraus wird jetzt leider nichts.“

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Auch Uschi Habicher wollte mit ihrem Mann nach Weihnachten Urlaub machen – statt dem geplanten Trip nach Kärnten hofft das Paar nun, dass sich die Situation bis zum kommenden Sommer entspannt und man dann wieder besser reisen kann (siehe Umfrage im Kasten unten).

Quarantäne für viele ein Problem

Judith Pilles arbeitet im Reisebüro Top-Spin am Baumkirchnerring und hofft auf eine baldige Aufwärtsspirale, denn „wir sind eine sehr, sehr betroffene Branche“, so die Reisebüro-Angestellte. Grundsätzlich wurden Skiurlaube im Dezember gebucht, aber wegen des Coronavirus wurden diese bereits abgesagt. Auch Fernreiseabsagen bis 31. Dezember trudeln von den Veranstaltern selbst ein.

Als schwierig sieht Pilles auch die unterschiedlichen Einreisebeschränkungen für verschiedene Länder, denn manche stellen Eingereiste für gewisse Zeit unter Quarantäne, wie Thailand. „Wir merken, dass die Kunden eher darauf hoffen, dass der Sommer wieder mehr Urlaub hergibt“, sagt Pilles über die Lage, „Winterurlaube werden dieses Jahr eher schwer.“

„5 Prozent wollen trotz allem fliegen“

Auch der Vertriebsleiter und Pressesprecher vom Reisebüro Kuoni sieht das Reisegeschäft als sehr betroffen an. „Urlaube in Österreich gestalten sich derzeit sowieso schwierig, aufgrund der derzeitigen Bestimmungen der Regierung. Aber trotz allem gibt es 5 Prozent, die fliegen wollen“, so Kraus. So gibt es ja kein Reiseverbot, nur Einreisebschränkungen vom Land, in das gereist werden will, „viele wollen einen negativen PCR-Test.“ Dubai und die Malediven gelten als beliebtes Reiseziel, trotz allem gibt es auch in der Filiale in Wiener Neustadt einen Buchungsrückgang von 95 Prozent. „Durch die Bestimmungen aufgrund der Pandemie wird derzeit nichts gebucht,“ gibt Kraus Auskunft.

Umfrage beendet

  • Winterurlaub trotz Corona?