Ein Hund soll Wiener Neustädterin helfen. Der Verein „FairTrained“ sammelt Geld, um einer Wiener Neustädterin einen Salzburger Assistenzhund für das tägliche Leben zu ermöglichen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 23. Februar 2020 (03:43)
Die Wiener Neustädterin Renate L. soll einen Blindenhund bekommen. (links)  Cornelia Reithner mit einem Servicehund. Sie ist die Obfrau des Vereins „FairTrained“. (rechts)
privat

Der Salzburger Vinko und die Wiener Neustädterin Renate L. haben unterschiedliche Leidensgeschichten. Vinko ist seit seinem siebten Lebensjahr aufgrund von Muskeldystrophie, einer seltenen Muskelerkrankung, auf einen E-Rollstuhl angewiesen. Renate ist seit 2010 blind – eine Spätfolge der Gewalt, die sie als Kind im Wiener Kinderheim Wilhelminenberg erfahren musste. Renate und Vinko vereint ein gemeinsamer Wunsch: Ein Assistenzhund würde ihr Leben maßgeblich vereinfachen. Und da kommt der gemeinnützige Verein „FairTrained“ mit Sitz in Münichreith ins Spiel.

Seit 2018 haben es sich die Mitglieder um Obfrau Cornelia Reithner zur Aufgabe gemacht, Assistenzhunde auszubilden und an neue Besitzer zu vermitteln. Denn die helfenden Hunde sind teuer: Staatlich geprüfte Servicehunde, die Menschen wie Vinko im Alltag unterstützen, bekommt man laut Reithner nicht unter 25.000 Euro. Die Kosten für einen Blindenführhund sind in der Regel noch größer, da diese länger trainiert werden müssen.

Hunde-Ausbildung dauert mehrere Jahre

„Wir haben gerade mit dem Spendensammeln begonnen“, erläutert Reithner. Der Verein streckt die Kosten für die Tiere vor. Derzeit sind bei „FairTrained“ vier Hunde im Training. Für Renate gibt es schon eine „Hündin in Ausbildung“, für Vinko ist man noch auf Welpensuche. Es dauert mindestens eineinhalb Jahre bis die Assistenzhunde staatlich geprüft sind. Eine sowohl zeit- als auch kostenintensive Aufgabe: Der Verein kommt für alle Ausgaben während der Ausbildung auf. „Die Hunde leisten so viel. Ein Assistenzhund kann den Unterschied ausmachen, nicht bei jeder Kleinigkeit auf andere Menschen angewiesen zu sein“, hofft Reithner auf viele Spenden.