Wiener Neustadt will Rad-„Gefahrenstellen entschärfen“. Adaptierungen, Bodenmarkierungen und Beschilderungen im Zuge der „Radverkehrsoffensive 2020“ wurden von der Stadtgemeinde am Montag in einer Aussendung bekannt gegeben.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 03. August 2020 (10:24)
Umweltgemeinderat Robert Pfisterer, Mobilitätsstadtrat Franz Dinhobl, Bürgermeister Klaus Schneeberger und Umweltstadtrat Norbert Horvath beim Geh- und Radweg in der Otto Schneider-Gasse (v.l.n.r.).
Stadt Wiener Neustadt

Die Stadt Wiener Neustadt setzt laut Aussendung „ihre Bemühungen, den Radverkehr in der Stadt zu fördern, auch in diesem Jahr fort. Nach der großen Radoffensive 2019, bei der wichtige Lücken geschlossen werden konnten, stehen auch 2020 Adaptierungen an, um Gefahrenstellen zu entschärfen und die Sicherheit im Radverkehr zu erhöhen.“

Der Radverkehr spiele im derzeit laufenden Stadtentwicklungsprozess STEPWN 2030 eine ganz wesentliche Rolle, betonte Bürgermeister Klaus Schneeberger in der Aussendung. "Es gibt hier eine eigene Schwerpunktsetzung, weil wir uns alle einig sind, dass gerade in einer Stadt wie Wiener Neustadt der Radverkehr größtes Potential hat – unser Ziel ist es daher weiterhin eindeutig, den Radverkehr in Wiener Neustadt zu erhöhen“, hielt  Schneeberger fest.

Mobilitätsstadtrat Franz Dinhobl erklärte: „Nachdem wir im Vorjahr wichtige Lücken geschlossen, Einbahnen für Radfahrer geöffnet und die Anbindung an den Euro Velo 9 vorgenommen haben, geht es im Maßnahmenpaket 2020 nun darum, Gefahrenstellen zu entschärfen – denn bei allen Bestrebungen, die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und auch die Innenstadt durch den Radverkehr zu beleben, so steht die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahren doch an allererster Stelle!“

Die Maßnahmen der Radverkehrsoffensive 2020

  • Adaptierungen
  • Pottendorfer Straße: Wiederherstellung und Verbesserung des Radwegs im Abschnitt Am Kriegsspital bis Neufelder Gasse
  • Martinsgasse: Entfernung Hochbord, niveaugleiche Führung des Radverkehrs und Rotmarkierung im Kurvenbereich
  • Pottendorfer Straße (vor Apotheke): Bodenmarkierungen und kleine bauliche Adaptierungen
  • Radfahrerüberfahrt Babenbergerring in Esperantopark: "Leiter Modell" (Zebrastreifen mit spezieller Markierung, die auch von Radfahrern befahren werden dürfen), Bodenmarkierung und kleine Adaptierung Signalanlage
  • Pernerstorferstraße vor ehem. Kaserne: Bodenmarkierung im Bereich der Ausfahrt
  • Geh- und Radweg zwischen Otto Schneider-Gasse und Hubertusgasse

 

  • Rotmarkierungen
  • Radfahrerüberfahrt Babenbergerring über Herrengasse
  • Radfahrerüberfahrt Babenbergerring über Pöckgasse
  • Radfahrerüberfahrt Zehnergasse Einfahrtstrichter
  • Radfahrerüberfahrt Eyerspergring vor Kreuzungsbereich B17
  • Radfahrerüberfahrt B26/Maria Theresien-Ring stadteinwärts im Kreuzungsbereich vor Landesgericht
  • Radfahrstreifen Martinsgasse im Kurvenbereich
  • Radfahrerüberfahrten Kreuzung Wohlfahrtgasse/Himmelbachgasse über Himmelbachgasse
  • Radfahrerüberfahrt B53/Franz von Furtenbach-Straße
  • Neunkirchner Straße bei Grundstücksausfahrten

 

  • Beschilderungen "ausgenommen Radfahrer" bei Sackgassen
  • Johann Patzelt-Gasse
  • Kohlgasse
  • Moorgasse von Fischabachgasse
  • Moorgasse von Obstgasse

 

  • Weitere Maßnahmen
  • Zusätzliche Radständer in der Pöckgasse
  • Pilotprojekt „Sharrows“ in der Wiener Straße: Piktogramme aus Fahrrad- und Pfeilspitzensymbole auf Fahrbahnen; sollen Autofahrer auf die kombinierte Nutzung der Straße aufmerksam machen

Die Kosten für die Maßnahmen belaufen sich in Summe auf rund 160.000 Euro.